Dvořáks zweites Streichquintett weist eine zwar nicht unübliche, aber doch ungewöhnliche Besetzung auf. Zum traditionellen Streichquartett gesellt sich hier ein Kontrabass als fünfte Stimme hinzu. Das gibt dem Werk ein dezent orchestrales Gepräge, was Dvořák weidlich auszunutzen weiß. Unüberhörbar ist dabei, dass er parallel zum Quintett an seiner populär gewordenen Streicherserenade schrieb.
Auch wenn das Streichquintett nicht die Bekanntheit der Serenade erreichte, aber doch die Wertschätzung seiner heimischen Zeitgenossen. Janáčeks Streicher-Suite rundet das Programm ab. Mit diesem Frühwerk, das nur zwei Jahre nach Dvořáks Quintett entstand, huldigte der junge Janáček seinem großen Vorbild Dvořák. Zugleich weisen etliche Details dieser Suite bereits voraus auf den unverwechselbaren Stil Janáčeks seiner bedeutenden Werke der 1910er und 1920er Jahre.
Programm:
Antonín Dvořák (1841 - 1904)
Streichquintett G-Dur op. 77
Leoš Janáček (1854 - 1928)
Suite für Streicher
WO Römersaal der Vereinigten Hospitien, Irminenfreihof 2, 54290 Trier