Elektra hat ein einziges Lebensziel: Den Mord an ihrem Vater Agamemnon durch die Mutter Klytämnestra zu rächen. Dieser Rache gibt sie all ihre Kraft hin und opfert dafür ihr privilegiertes Leben als Prinzessin am Hofe ihrer Mutter. Als die Rache vollzogen werden kann, ist ihr Lebenssinn erfüllt und sie bricht tot zusammen.
Mit Elektra, seiner modernsten Partitur, erreichte Strauss einen Höhe- und Wendepunkt seines Schaffens. Dem Sog dieses symphonischen Klanggedichts kann sich das Publikum seit der Uraufführung nur schwer entziehen, was Elektra zu einer der meistgespielten Opern Strauss‘ macht. Zugleich hat der Komponist hier einen der faszinierendsten und aufregendsten Orchesterparts der gesamten Musikgeschichte geschrieben – der in einer konzertanten Aufführung besonders gut zur Geltung kommt.