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Kultur

Bab(b)el

Ballett von Fernando Melo und Roberto Scafati

Sich nicht in einer gemeinsamen Sprache verständigen zu können, trennt Menschen und treibt sie auseinander. Unverständnis ist oft der Anfang von Neid und Missgunst.

Genau das erzählt die biblische Erzählung des Turmbaus zu Babel: Die göttlich erzwungene Sprachverwirrung stoppt den Übermut der Menschen, die eine Stadt und einen Turm bis zum Himmel bauen wollen. Unfähig sich untereinander zu verständigen, werden sie über die gesamte Erde verteilt.

Sprache ist aber mehr als der reine Austausch von Worten. Eine Handbewegung und ein Tonfall ergänzen immer das eigentlich Gesagte oder können es sogar kontrastieren. Außerdem kommt es nicht nur darauf an, was und wie jemand etwas sagt und tut, sondern genauso, was und wie der Andere es aufnimmt. Wirklich die gleiche Sprache zu sprechen und sich zu verstehen ist deshalb meist komplizierter als gedacht.

Trotzdem bedeutet ein Lachen überall auf der Welt das Gleiche. Emotionen lassen sich auch ohne Sprache kommunizieren: Mimik, Gestik und Körpersprache erzählen oft eindeutig, wie es jemandem geht. Über ihre Körper reden Menschen miteinander – sogar, wenn sie nicht sprechen. Die nonverbalen Elemente der Kommunikation erlauben Menschen einen Austausch über eine Sprachbarriere hinweg.

Fernando Melo und Roberto Scafati widmen sich gemeinsam den Dynamiken des Verstehens. Der Ballettabend Bab(b)el zeigt Szenen des Unverständnisses, wenn Menschen auseinanderdriften, ebenso wie den Moment des Verstehens, in dem sie wieder zusammenkommen.

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