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Kultur

Hexenjagd: verflucht, verhext, verurteilt

Kostümführung

Erstellt am 17.04.2025

Hungersnöte, Pestwellen, Kriege – die Frühe Neuzeit war beileibe nicht arm an Katastrophen, die die Menschen sich nur durch eine Heimsuchung erklären konnten: Irgendjemand musste für all das aktiv verantwortlich sein! Es konnten nur Zauberer und Hexen sein, die mit dem Teufel im Bunde standen.

"Berühmt und berüchtigt" (Voltmer), so galt die Region Trier wegen der Hexenverfolgung vor über 400 Jahren. Zwischen 1586 und 1595 wurden rund 400 Menschen vor Gericht gestellt und hingerichtet – knapp ein Fünftel der damals nur 5000 Einwohner zählenden Stadt. Die Möglichkeit eines großen "Justizirrtums" kam den Richtern damals nicht. Schließlich hatten viele Angeklagten ihre Taten gestanden.

Dass diese Geständnisse durch grausamste Folter hervorgerufen worden waren, störte nach dem damaligen Rechtsverständnis kaum jemanden. Doch eine Ausnahme gab es: Friedrich Spee, der sich mit einem deutlich moderneren Rechtsverständnis gegen die Hexenverfolgung wandte.

Von den Anfängen und Verdächtigungen über Anklage, Verhör und Folterung bis hin zur Hinrichtung und zu Spees Wirken nimmt die neue Kostümführung Sie mit auf eine Zeitreise in eine düstere Ära voller Aberglauben.

Dauer: ca. 90 Minuten

Treffpunkt: Tourist-Information Trier, An der Porta Nigra

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