In den frühen 1970er-Jahren galt Trier als die Großstadt mit der höchsten Kneipendichte in Deutschland: 600 Gaststätten auf – nach der Eingemeindung von neun Vororten – gut 100.000 Einwohner. Damals hatten Schankwirtschaften noch eine multifunktionale Bedeutung: Sie boten Gemeinschaft und Kommunikation, fungierten als soziale Treffpunkte, als Kennenlern-Börse, als Wohlfühlorte. Für viele Menschen waren sie zweite Heimat. Oder Orte zum Ausblenden des Alltags.
Mit der Kabinettausstellung „Treffpunkt Tresen“ beleuchtet das Stadtmuseum aktuell diesen Aspekt der Stadtgeschichte. Am Sonntag, 14. Juni, lädt das Museum zu einem Spaziergang auf den Spuren vergangener und bestehender Kultkneipen durch die Trierer Innenstadt – inklusive zahlreicher Erinnerungen und Anekdoten.