„Meine Stimme ist wirklich, ‚who I am‘“, sagt Shai Terry. Schon im Alter von 13 Jahren erkennt ihre erste Gesangslehrerin, dass sie eine Opernstimme hat. Eine Entdeckung, die sie sich zu eigen macht. 1991im Norden Israels geboren, ist Shai Terry die Erste in ihrer Familie, die Musik zum Beruf machen will. Ihr Traum: als Opernsängerin auf den Bühnen der Welt zu stehen. Sie leistet ihren Militärdienst ab, wird auf Anhieb als eine von drei Sängerinnen ins IDF-Orchester aufgenommen.
2017 trifft sie bei einem Meisterkurs in Jerusalem die Gesangspädagogin Claudia Eder und bekommt eine Einladung in ihre Klasse an der Hochschule für Musik in Mainz, ein Jahr später ein Stipendium der Anni Eisler-Lehmann Stiftung für jüdischisraelische Frauen. Shai Terry beschließt ganz nach Deutschland zu ziehen – wie viele junge Israelis mit künstlerischen Ambitionen, wie sie einmal während eines Auftritts bei der Deutschen Welle in Berlin berichtete.
Auch ihr Programm für unser Kooperationskonzert mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz zum „Europäischen Tag der Jüdischen Kultur“ in der Gedenkstätte SS Sonderlager/ KZ Hinzert verbindet Musik, Poesie und kulturelles Erbe. Es umfasst unter anderem Werke von Federico García Lorca, Astor Piazzolla, Moshe Wilensky und Naomi Shemer. An ihrer Seite verzaubert Russell Poyner, Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe, mit seiner Gitarrenkunst, die er mit seinem besonderen Interesse an Kammermusik individuell in Einklang bringt.
WO Gedenkstätte, Hinzert-Pölert