Sie ist zudem ein exzellentes Lehrstück, inwieweit durch die „gute Zusammenarbeit“ eines NSDAP-Funktionärs, der (gleichgeschalteten) IHK Trier und eines an der frühzeitigen Übernahme des Betriebs interessierten nicht-jüdischen Konkurrenten eine jüdische Geschäftsexistenz zerstört werden konnte.
Die Historikerin Jutta Albrecht beleuchtet in einem Vortrag im Stadtmuseum Simeonstift diesen Fall und das anschließende Wiedergutmachungsverfahren in den 1950ern. Dieses wirft Fragen auf, inwieweit der Schutz der Akteure der „Arisierung“ Vorrang hatte vor der Entschädigung des jüdischen Betriebsinhabers.