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Kultur

Nach außen soll der Schein der Legalität aufrechterhalten bleiben. Das Rückerstattungsverfahren Jakob Parasko

Vortrag von Historikerin Jutta Albrecht

Erstellt am 15.04.2025

Jakob Parasko (1876-1964) besaß in der Weberbach 40 einen Kraftfahrzeuggroßhandel. Die Firma besitzt im Rahmen der „Arisierung“ jüdischer Gewerbebetriebe in Trier eine Sonderstellung: Es handelt sich um einen der seltenen Fälle, in welchem der jüdische Besitzer den Holocaust überlebt und nach 1945 in Trier wieder einen gewerblichen Neuanfang gemacht hat.

Sie ist zudem ein exzellentes Lehrstück, inwieweit durch die „gute Zusammenarbeit“ eines NSDAP-Funktionärs, der (gleichgeschalteten) IHK Trier und eines an der frühzeitigen Übernahme des Betriebs interessierten nicht-jüdischen Konkurrenten eine jüdische Geschäftsexistenz zerstört werden konnte.

Die Historikerin Jutta Albrecht beleuchtet in einem Vortrag im Stadtmuseum Simeonstift diesen Fall und das anschließende Wiedergutmachungsverfahren in den 1950ern. Dieses wirft Fragen auf, inwieweit der Schutz der Akteure der „Arisierung“ Vorrang hatte vor der Entschädigung des jüdischen Betriebsinhabers. 

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