Hier kommt dem Arzt und Sexualforscher Magnus Hirschfeld eine wichtige Bedeutung zu. Vom fernen Berlin lässt er der Trierer Stadtbibliothek Ausgaben seiner Publikationen zukommen, weil er befürchtet, dass seine Schriften im konservativen Trier sonst nicht gelesen werden.
Das spricht Bände über den Umgang mit queerem Leben in Trier, das für diese Zeit kaum erfasst ist. Erst durch die systematische Verfolgung seitens der Nationalsozialisten werden die Mitbürgerinnen und Mitbürger aktenkundig. Eine von ihnen ist die Dichterin Gertrud Schloß.