Mit ihren autobiografischen Texten und cineastischen Sounds erzählt die Künstlerin von ihrem Leben als Frau im Patriarchat. Ohne gekünstelte Phrasen, ohne Bildmalereien und ohne das Beschönigen ihrer Lebensrealität. Verknotet in der eigenen Identität mit den Fragen ‘wer bin eigentlich ich’ und ‘was davon ist sozialisiert’, setzt sie mit Präzision und Wut den Finger in die Wunde und seziert Stück für Stück ihr eigenes Selbst, schreibt über Slut-Shaming, den Male Gaze, starke Freundinnschaften, Machtmissbrauch und die eigene Unsichtbarkeit in einer Welt, die nicht für sie und ihre Schwestern geschaffen wurde.
Wer eine Schwester sucht, welche die eigene Wut mitträgt, ein Sprachrohr, weil die eigene Stimme ungehört bleibt und eine Faust, weil die eigene zu müde ist, wird in Ratte Rosas Musik eine Heimat finden.