Ein Körper bewegt sich durch wechselndes Licht, nie ganz sichtbar, nie ganz verborgen, gefangen im Zwischenraum von Erinnerung und Traum. Verblasste Farben flüstern unter der Haut, erzählen von einer wilden, sinnlichen Vergangenheit, die mehr erträumt als erlebt scheint. Was einst pulsierte, verblasst: Eine Kultur sinkt ins Grau, abgetragen von Zeit und Schweigen.
In diesem Raum, wo Haut auf Schatten trifft, wo Dalís Visionen in Goyas Schreie münden, begegnen uns Gefühle, längst verschüttet, aber nie ganz verschwunden. Aus alter Weisheit und der Unruhe der Gegenwart entstanden, ist dies keine Geschichte, sondern eine Offenbarung – eine Frage, keine Antwort.
Ein Fragment arabischer Erinnerung, durchzogen von Sehnsucht, Queerness und Widerstand. Und im Zentrum ruft Marc Aurel uns zu: "Die Seele bleibt stark, wenn sie sich in sich selbst zurückziehen kann." Die Bedeutung wird sich nicht offenbaren – doch wer verweilt, erinnert sich vielleicht daran, wie sich Farbe einmal anfühlte.
Das Stück enthält Nacktszenen.
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