Ausstellung "Holodomor – Die Geschichte reimt sich" bis 26.02. in der Tufa

Projekt im Rahmen der Trierer Partnerschaft für Demokratie

Erstellt am 10.02.2023

Die Geschichte wiederholt sich zwar nicht, kann sich aber gut reimen. Der nicht verurteilte Völkermord an den Ukrainern kommt zurück, diesmal ein Völkermord an den Ukrainern im Zuge des russischen Angriffskrieges. Dazu zeigt die Tufa auf Initiative von zwei derzeit in Trier lebenden Ukrainerinnen in Kooperation mit dem Holodomor Museum in Kiew die "Holodomor – Die Geschichte reimt sich" in den Räumen des 1. OG.

Holodomor, wörtlich übersetzt "Hungertod", gehört zu den am wenigsten bekannten Völkermorden. Die Tötung von 3.9 bis 4.5 Millionen Ukrainern durch künstlich geschaffenen Hunger blieb der Weltöffentlichkeit lange Zeit unbekannt, weil die Geschichte der Ukrainer:innen durch russische imperialistische Optik erzählt und die Täter nie zur Verantwortung gezogen wurden. "Holodomor – Die Geschichte reimt sich" soll als Ausstellung durch die Geschichte des Holodomor führen und eine Annäherung an das Thema durch kreative Reflexion, historische Auseinandersetzung und mediale Darstellung ermöglichen.

Die Veranstaltung besteht aus der informativen Ausstellung "Der nicht verurteilte Völkermord an den Ukrainern wiederholt sich" des Nationalen Holodomor-Genozide Museums, der Installation "Das Mittagessen, zubereitet von Russland" sowie der Collagen-Ausstellung "Parallelen". Hinzu kommt ein Begleitprogramm mit Filmvorführung und Vortrag. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Dienstags, mittwochs und freitags ist die Ausstellung von 14 bis 17 Uhr, donnerstags von 17 bis 20 Uhr, an Samstagen und Sonntagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet (am 16. und 21.02. geschlossen).