Marc-Aurel-Skulptur auf dem Porta-Nigra-Vorplatz

Werk des niederländischen Bildhauers Arthur Spronken ist bis zum Ende der Landesausstellung zu sehen

Erstellt am 04.07.2025

Seit Neuestem ziert eine monumentale Marc-Aurel-Skulptur des niederländischen Bildhauers Arthur Spronken (1930–2018) den Porta-Nigra-Vorplatz: Bei dem Kunstwerk, das in den 1980er-Jahren entstand, handelt es sich um eine moderne Interpretation der monumentalen Reiterstatue des römischen Kaisers. Es ist bis Mitte November vor Triers Wahrzeichen zu sehen.

Die über fünf Meter hohe und fast neun Tonnen schwere Bronzeskulptur ist ein zentrales Highlight im öffentlichen Raum zur Landesausstellung "Marc Aurel", die derzeit im Rheinischen Landesmuseum und dem Stadtmuseum Simeonstift zu sehen ist. Sie stellt nun sichtbar die Verbindung zwischen dem römischen Kaiser und der Porta Nigra her, die unter dessen Herrschaft erbaut wurde. 

Weil sich das Original der berühmten Reiterstatue auf dem Kapitolsplatz in Rom in den 1980er-Jahren in einem sehr schlechten Zustand befand und gegen eine Nachbildung ausgetauscht werden sollte, wurde Arthur Spronken im Zuge eines niederländisch-italienischen Kooperationsprojektes damit beauftragt, eine Kopie der Statue zu schaffen. Aus politischen Gründen wurde das Projekt jedoch abgebrochen und der Auftrag an einen italienischen Bildhauer vergeben – der zu diesem Zeitpunkt gefertigte Kopf und Hals des Pferdes sowie der Kopf des Marc Aurel blieben Fragment. Spronken entwickelte daraus eine eigene künstlerische Vision: eine monumentale Komposition, welche die Fragmente der Statue integrierte, die durch das Unfertige eine zeitgenössische Kraft entfaltet. 

Bis Mitte November können sich die Bürger:innen und Gäste der Stadt Trier anhand der Statue mit der historischen wie künstlerischen Bedeutung der Figur des Marc Aurel auseinandersetzen.