Schatzkammer: "Das Fortwirken Roms in der Bildungsgeschichte des Mittelalters" bis 27. November

Sonderausstellung im Rahmen der Landesausstellung zum Untergang des Römischen Reiches

Erstellt am 29.06.2022

Im Rahmen der Landesausstellung zum Untergang des Römischen Reiches präsentiert die Schatzkammer Trier bis einschließlich 27. November eine Sonderausstellung unter dem Titel "Das Fortwirken Roms in der Bildungsgeschichte des Mittelalters". Gezeigt werden kostbare Handschriften und frühe Drucke von exquisiter Qualität und internationalem Rang.

Der Untergang Roms gegen Ende des 5. Jahrhunderts bedeutete kein vollständiges Verschwinden der römischen Kultur. Das christliche Mittelalter griff diese Kultur auf und führte sie in veränderter Form fort. Sprache, Literatur und Kunst des Mittelalters beruhen in weiten Teilen auf dem Erbe der römischen Antike.

Die Ausstellung der Schatzkammer stellt die Sieben Freien Künste Grammatik, Rhetorik und Dialektik sowie Geometrie, Arithmetik, Astronomie und Musik im Spiegel hochwertiger Originale vor. Höhepunkte sind eine Reproduktion aus dem berühmten "Hortus deliciarum" (Straßburg) sowie das Original der "Gemma Constantiniana" (Leiden). Die Miniatur der Straßburger Handschrift wird erstmalig außerhalb von Frankreich gezeigt. Die kunstvoll geschliffene Gemme stammt aus der Spätantike. Sie zeigt motivische Parallelen zum Stein des Trierer Ada-Evangeliars. Weitere Ausstellungsstücke stammen aus den Trierer Klöstern des Mittelalters.

Die Ausstellung kann unter diesem Link auch online besucht werden. Der virtuelle Rundgang findet in einer digitalen Abspiegelung der Schatzkammer statt. Jedes einzelne Exponat ist visuell dargestellt und kann gezielt aufgerufen werden. Neben den Bildern steht der Audioguide mit seinen erläuternden Informationen zur Verfügung. Original und Digitalisat bieten ergänzende Möglichkeiten, einen bedeutenden Teil des kulturellen Erbes zu erleben.