Kultur Stadtleben

Bittere Pille

Römerstrom Gladiators kassieren deutliche Heimniederlage

Eigentlich wollten die Trierer Korbleger gegen das Tabellenschlusslicht der ProA den dritten Heimsieg in Folge einfahren und den Playoff-Spot festigen. Das ging jedoch gehörig schief, denn die EBBECKE WHITE WINGS Hanau führten die Gladiators in der Arena vor und gewannen am Ende überdeutlich mit 55:95.

Nach dem Spiel gegen die Baunach Young Pikes schwächelte die Gladiators Defense gegen Hanau erneut. Die Gäste versenkten einen leichten Korb nach dem anderen und nur dank einer starken Leistung von Triers Rupert Hennen gingen die Hausherren mit einem knappen 19:20-Rückstand ins zweite Viertel.

Im zweiten Spielabschnitt erhöhte sich die Fehlerquote der Gladiators weiter. Sieben Turnover leistete sich das Team von Christian Held und erzielte nach diversen Fehlwürfen magere zehn Pünktchen. Wie es richtig geht, zeigten die Gäste: Die White Wings versenkten ihre Distanzwürfe – auch aufgrund des fehlenden Drucks – problemlos. Das zeigte sich im Ergebnis zur Halbzeitpause, denn Trier lag mit 29:48 zurück.

Anders als gegen die Young Pikes warteten die Anhänger der Gladiators diesmal vergeblich auf eine Aufholjagd. Trier vergab weiterhin viele freie Würfe und fand in der Defensivarbeit keinen Zugriff gegen das treffsichere Kellerkind. Ein Beispiel? White Wings Neuzugang Jarekoius Bradley verzeichnete elf Punkte im dritten Viertel und führte die Gäste mit einem 41:75 in die Schlussphase.

Im letzten Viertel das gleiche Spiel: Hanau traf mit Jordan Talley und Co. munter aus der Distanz; Trier hingegen blieb weit unter dem eigentlichen Leistungsniveau. Mit 55:95 beendeten die Gladiators die desolate Partie, bei der auch Headcoach Christian Held deutliche Worte fand: „Es ist ein Teil der Wahrheit, dass die Gäste heute ein wirklich gutes Spiel gemacht haben. Der andere Teil ist, dass wir einfach aufgehört haben zu verteidigen. Das darf einfach nicht passieren. Die Mannschaft muss sich während des Spiels mit den Dingen beschäftigen, die sie beeinflussen können und das habe ich heute nicht gesehen.“

Das bestätigten auch die Statistiken: Hanau verwandelte fast die Hälfte der Distanzwürfe, Trier hingegen nur 22% von der Dreierlinie und 36% aus der Zone. Noch gravierender die Turnover-Bilanz: Die White Wings verzeichneten 13 Steals, Trier leistete sich 20 Turnover. Beste Trierer Scorer waren Till Gloger mit 14 Punkten und Rupert Hennen mit zwölf.

Die Gladiators haben aber nicht viel Zeit, um die Niederlage zu verarbeiten, denn schon an diesem Samstag, 09.02. gastiert man bei den Uni Baskets Paderborn. Am 16. Februar empfangen die Trierer dann mit den Nürnburg Falcons BC einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze. Weitere Informationen und Tickets für die Partie gibt es schon jetzt auf römerstrom-gladiators.de oder in der Geschäftsstelle der Römerstrom Gladiators.

Foto: Photogroove/Simon Engelbert