Kultur Events

Broadway Filmtheater: Cinéfête vom 18. bis 22. März

Französischsprachiges Schulfilmfestival präsentiert Filme im Originalton mit deutschen Untertiteln

Erstellt am 22.02.2024

Oh làlà: Noch bis Juli tourt das französischsprachige Schulfilmfestival Cinéfête durch ausgewählte deutsche Kinos und macht vom 18. bis 22. März Halt im Broadway Filmtheater. Zum 23. Mal können Schulklassen aktuelle Filme des französischen Kinos in Originalfassung mit deutschen Untertiteln erleben.

Cinéfête verlagert den Schulunterricht in den Kinosaal – mit einer abwechslungsreichen Auswahl an aktuellen französischen Filmen für jeden Geschmack. Diese bildet in diesem Jahr den Rhythmus einer jungen Lebenswelt ab: So erzählen die vielfältigen Filme von charismatischen Rappern, magischen Reisen ins Land der Musik und von Schulklassen, die sich alltäglichen und besonderen Herausforderungen stellen. Im Mittelpunkt steht die Freude am Leben, das Überwinden von Grenzen und die Bedeutung eines solidarischen Miteinanders.

Zur Vor- und Nachbereitung gibt’s zu jedem Film die passenden Unterrichtsmaterialien mit Inhaltsangaben und pädagogischen Dossiers. Das ausschließlich in teilnehmenden Kinos verfügbare Cinéfête-Programm bietet somit die perfekte Möglichkeit, einen praktischen und abwechslungsreichen Französischunterricht zu gestalten.

Neben den sieben vorhandenen Filmen bietet das Broadway zwei zusätzliche Produktionen an, sodass die Auswahl in diesem Jahr noch größer ist. Der Dokumentarfilm "Allons enfants" wirft beispielsweise einen Blick in eine etwas andere Schule: Am Pariser Turgot-Gymnasium werden die Jugendlichen neben der Abitur-Vorbereitung zu professionellen Hip-Hop-Tänzer:innen ausgebildet. Im Zentrum stehen ambitionierte Jugendliche aus diversen Herkünften, die alle von einer großen Tanzkarriere träumen.

Mit dem aus fünf kurzen Episoden bestehenden Animationsfilm „Chien Pourri, la vie à Paris!“ bekommen auch die Kleinsten einen Einblick in die französische Sprache. Der lebenslustige Streuner Chien Pourri erlebt gemeinsam mit seinem treuen Freund Chaplapla täglich neue Abenteuer, die allesamt gut ausgehen. Das lässt bald die anderen Hunde misstrauisch werden: Ist das Glück der beiden etwa eine Superkraft oder doch nur Freude am Leben?

"Ernest et Célestine: Die Reise ins Land der Musik" ist der neue Film über das ungleiche Duo – Ernest ist ein Bär, Célestine eine Maus –, welcher eine musikalische Geschichte verspricht. Um seine kaputte Geige zu reparieren, muss Ernest zurück in seine Heimat. Dort angekommen, sind Bär und Maus schockiert, denn Musik ist seit vielen Jahren verboten und mit ihr ist auch die Freude verschwunden. Die beiden versuchen alles, um das dortige Leben wieder lebenswert zu machen.

Bei "La Brigade" geht es derweil kulinarisch zu: Kathy wirft ihren Job als Köchin hin, denn sie möchte endlich ihr eigenes Restaurant eröffnen. Da kommt ihr die temporäre, aber günstige Stelle in einem Heim für unbegleitete, jugendliche Asylbewerber gerade recht. Doch Ravioli und Fertiggerichte stehen ab sofort nicht mehr auf der Karte – ganz im Gegenteil: Im Nu werden die Bewohner:innen zu Feinschmeckern und lernen die (Ess)Kulturen der gehobenen Küche kennen.

Seinen neuen Lehrer-Job hat sich der ehemalige Bergführer Alain in "Les Têtes givrées" leichter vorgestellt, denn irgendwie bekommt er keinen Draht zu der Gruppe an vorlauten Teenager:innen. Also organisiert er einen besonderen Wandertag, der die Klasse mitten ins Herz eines Gletschers führt. Die Jugendlichen sind fasziniert von dem Naturschauspiel, doch auch empört darüber, dass der Gletscher aufgrund des Klimawandels immer mehr verschwindet. Kurzerhand organisieren sie eine Protestaktion.

In "Neneh Superstar" lebt die zwölfjährige Neneh fürs Tanzen, weshalb ihr Vater sie in einer edlen Ballettschule anmeldet, um ihre Karriere zu fördern. Doch damit fangen die Probleme des jungen Mädchens erst an, denn neben dem herausfordernden Training und der strengen Disziplin ist Neneh als einziges schwarzes Mädchen in ihrer Klasse die Außenseiterin. Nichtsdestotrotz ist sie fest entschlossen, ihr Ziel zu erreichen.

Auch in "Ténor – Eine Stimme, zwei Welten" geht es um Musik: Während der charismatische Antoine tagsüber als Essenslieferant arbeitet, liefert er sich nachts flinke Wortgefechte in der Hip-Hop-Szene der Pariser Vorstädte. Eine richtige Zukunftsperspektive fehlt dem smarten Migrantensohn aber. Dann crasht er die Gesangslektion von Madame Loyseau, wodurch diese sein großes Talent erkennt und Antoine fördern möchte. Doch der Aufstieg aus dem Banlieue in die hohe Kunst ist mehr als schwierig.

In "Les Passagers de la nuit" muss sich die von ihrem Mann verlassene Elisabeth allein um das tägliche Leben ihrer beiden Teenager Matthias und Judith kümmern. In ihrem neuen Job in einer nächtlichen Radiosendung lernt sie die junge, arbeitslose Außenseiterin Talulah kennen. Während ihre Tochter studiert und zur Armee geht, verliebt sich deren Bruder unsterblich in Talulah und träumt davon, ein Schriftsteller zu werden. Elisabeth findet indes vielleicht zum ersten Mal ihren eigenen Weg.

Last but not least steht die auf den berühmten Comics basierende vierte Realverfilmung "Astérix et Obélix: Au service de Sa Majesté" zur Auswahl. Julius Cäsar ist es leid: Allzu oft verliert er seine römischen Truppen an das unbeugsame gallische Dorf. Deshalb begibt sich der Imperator auf einen Feldzug nach Britannien. Daraufhin entsendet die Königin der Briten ihren Berater Teefax zu Asterix und Obelix, um Hilfe zu erbitten. Die beiden Gallier sagen sofort zu und machen sich mit dem Neffen von Dorfhäuptling Majestix auf den Weg. Dann wird dieser jedoch entführt und eine wilde Verfolgungsjagd beginnt …

Die Mindestteilnehmer:innenzahl pro Vorstellung beträgt 20 Personen, ein Kinoticket kostet 5,50 Euro pro Schüler:in. Für Vorstellungen mit geringerer Personenzahl werden pauschal 110,- Euro berechnet. Die Filme werden ab 8 Uhr morgens angeboten und die jeweiligen Gruppen so aufgeteilt, dass nur Klassen bzw. Schüler:innen-Gruppen, die von den Lehrkräften zusammen angemeldet werden, in einen Kinosaal kommen.

Weitere Informationen und die Anmeldungen zu den Filmen findet man auf broadway-trier.de/cinefete.

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