Aufgrund der umfangreichen Generalsanierung des in die Jahre gekommenen Theatergebäudes am Augustinerhof, dessen Bauarbeiten Anfang 2027 starten und voraussichtlich bis 2030 andauern, ist die neue Saison des Theater Trier interim gestaltet.
Neben dem Großen Haus, in dem der Spielbetrieb bis 31.12. läuft, finden die Vorführungen auch an weiteren Standorten statt. Zu den bekannten Locations wie der Europäischen Kunstakademie und dem Platz vor der Porta Nigra, wo das alljährliche Picknickkonzert am 20.06. stattfindet, gesellen sich die Europahalle, das Wechselwerk und die Kulturkirche Heiligkreuz. Gespielt wird jeweils en suite, das heißt, hintereinander in kurzer Zeit von der Premiere bis zur Dernière durch.
Bei der Open-Air-Aufführung des Musicals "Anatevka" am Augustinerhof standen bis Ende August alle Sparten gemeinsam auf der Bühne. Im Laufe der Saison setzt sich dieses Zusammenspiel in weiteren Produktionen fort: Unter anderem inszeniert Ballettdirektor Roberto Scafati ab 12.12. mit "Carmina Burana" Carl Orffs mitreißendes Orchester- und Chorwerk als spartenübergreifendes Kunstwerk. Das Stück ist am Silvesterabend das letzte, welches vor dem Beginn der Bauarbeiten im Großen Haus zu sehen sein wird.
Vorher ist hier ab dem 12.09. das Familienkonzert "Die kleine Zauberflöte" nach Wolfgang Amadeus Mozart zu hören, während "Hänsel und Gretel", die bekannte Märchenoper von Engelbert Humperdinck, am 14.11. ihre Premiere feiert. Zu der Oper "L'Orfeo" von Claudio Monteverdi lädt die Kulturkirche Heiligkreuz ab 20.02. ein, in der Europahalle am Viehmarkt werden derweil die Strauss'sche Oper "Elektra" ab 23.04. und die Oper "Die verkaufte Braut" des tschechischen Komponisten Bedřich Smetana gezeigt.
Die Stücke der Sparte Schauspiel beziehen nahezu komplett das Wechselwerk – der neue Saal und Anbau der Tufa Trier in der Wechselstraße fasst rund 380 Sitzplätze und wird am 18.10. offiziell eingeweiht. Zu den Premieren gehören der Klassiker des absurden Theaters "Wir sind noch einmal davongekommen" des US-amerikanischen Schriftstellers Thornton Wilder (ab 10.10.), die Science-Fiction-Komödie "Planet B" (ab 21.11.), "Die Verwandlung" nach Franz Kafkas bedeutendem Roman (ab 22.01.) und "Jeeps" von Nora Abdel-Maksoud (ab 05.03.). Hinzu kommt der Klassiker "Frankenstein" nach dem Weltbestseller von Mary Shelley ab 30.04. Ein für viele Trierer:innen bekannter Raum wird derweil in "Wald" (ab 16.01.) ganz neu entdeckt: der Stadtraum. Der Audiowalk führt durch die älteste Stadt Deutschlands und erzählt von der vitalen Kraft der Natur.
Die Ballettcompany präsentiert in der neuen Spielzeit neben der Mitwirkung bei "Carmina Burana" und "L'Orfeo" ab dem 06.06. mit "Momentum" einen Abend mit neuen Tanzstücken im Wechselwerk. Hierbei befassen sich die Tänzer:innen künstlerisch mit der Kraft und Ausdrucksstärke eines Moments und setzen den Mikrokosmos des Augenblicks in mitreißende Bewegungen um.
Nicht fehlen dürfen die Sinfoniekonzerte des Philharmonischen Orchesters der Stadt Trier, die mit der Kulturkirche Heiligkreuz ebenfalls neue Räume erschließen. Dieses Mal dreht sich unter anderem alles um "Deutsche Romantik" (17.09.), "Wiener Klassik" (26.11.) sowie "Bach und mehr" (25.02.). Und auch auf die beliebten Reihen "Concert Lounge", "Mixed Zone", "Klassik um 11" sowie Kammer- und Familienkonzerte muss das Publikum nicht verzichten. Als neues Format kommt das "After Job Concert" hinzu, bei dem ausgesuchte Ensembles des Philharmonischen Orchesters an Werktagen um 18 Uhr im Wechselwerk auftreten. Das Halloweenkonzert kehrt am 31.10. zurück, Premiere feiert das Kinderkarnevalskonzert am 07.02.
Dass das Theater Trier alle Altersklassen anspricht, zeigen die Produktionen für Kinder und Familien. So ist das diesjährige Familienmärchen "Die Schöne und das Biest" ab dem 20.10. im Großen Haus zu erleben und "Das fliegende Klassenzimmer" nach dem Roman von Erich Kästners wird als Musiktheater ab 11.04. in der Europahalle gezeigt.
Alle weiteren Infos und das komplette Programm gibt's auf theater-trier.de.