Unter dem Motto "Kabarett. Stand-Up. Satire. Und ein großes Bisschen Prosa." steht Lennard Rosar aus Köln am 18.12. mit Auszügen aus seinem Programm "Laub harken im Wind" auf der Stand-up-Stage. Der 28-jährige stellt nicht nur simple Fragen an sein eigenes Konsum-Ich, sondern stellt auch für all die vielen Kritteleien von Ulla und Otto Normalverbraucher diverse Lösungsansätze vor: Diese führen von Rating-Systemen für irreführende Werbeslogans über gratis Scooter-Konzerte auf den Dächern aller Atheist*innen in direkter Nachbarschaft zu aktiven Kirchtürmen bis hin zur Legalisierung von Elektroschockgeräten am Arbeitsplatz. Natürlich geht es auch um Fragen wie die des Sexismus: Wo beginnt Gleichberechtigung und wo hört sie vor allem wieder auf? Brauchen wir katholische Priesterinnen, die Messdienerinnen sittenwidrig anfassen, um das Patriarchat zu stürzen, oder reicht es schon, wenn die nächste Mission um Mond einfach mal befraut wäre?
Anfang des neuen Jahres, am 08.01., reist schließlich der ebenfalls aus Köln stammende Serkan Ates-Stein an die Mosel. Er ist mit Auszügen aus seinem Solo-Debütprogramm "The Schnörres is real" zu erleben. Darin spricht er über den Alltagsstruggle einer digitalisierten Generation zwischen Spießertum und Smartphone. Heute schauen wir kein TV mehr, wir streamen. Wenn man früher Sex haben wollte, hat man mindestens eine SMS mit 160 Zeichen verfasst – heute schickt man ein Auberginen-Emoji. Serkans Comedy filtert das Komische aus dem Alltag heraus, manchmal kindlich naiv, manchmal absurd, doch immer unterhaltsam und niemals dumm. Wohl pointiert, durchdacht und zum Lachen gemacht.
Ort des Ganzen ist der Dechant-Engel-Saal der Stadtteilarbeit Trier West im Pater-Loskyll-Weg 15. Los geht's jeweils um 19 Uhr, der Einlass zum kostenlosen Event erfolgt ab 18:30 Uhr. Eine Platzreservierung ist per E-Mail an kultur(at)kulturraumtrier(.)de möglich. Beide Veranstaltungen werden zusätzlich auf feedbeat.io gestreamt. Hierzu erfolgt der Einlass in den virtuellen Zuschauerraum 15 Minuten vor Showstart, der Zuschauercode lautet "kulturraumtrier".