Stadtleben

Corona: Start der Schutzimpfungen

Kleiner Pieks – große Wirkung

Erstellt am 27.12.2020

Ein wichtiger Schritt im Kampf gegen das Coronavirus: Nach der Zulassung des Biontech-Impfstoffes durch die EU-Kommission starten am heutigen Sonntag bundesweit die Schutzimpfungen. Wir sagen euch, welche Bevölkerungsgruppen Impf-Vorrang haben und wie die Impfung abläuft.

Für einen wirksamen Schutz gegen das Virus ist eine zweimalige Impfung in einem Abstand von wenigen Wochen nötig. Zunächst sollen in der ersten Impfphase Menschen mit sehr hohem und hohem Risiko, schwer zu erkranken oder zu versterben, durch mobile Impfteams geimpft werden. Zu dieser Gruppe zählen Menschen über 80, Bewohner und Mitarbeiter in Altenpflegeheimen sowie Menschen, die bei der Arbeit Kontakt zu Covid-19-Patienten haben. Darüber hinaus ist vorgesehen, Personen mit hohem Risiko, sich anzustecken, zu impfen – insbesondere Personal in medizinischen Einrichtungen. Hoch priorisiert sind außerdem Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu besonders gefährdeten Gruppen, unter anderem in der Geburtshilfe, der Transplantationsmedizin oder auf bestimmten Krebsstationen.

Die Impfungen in den rheinland-pfälzischen Impfzentren, also die zweite Impfphase, starten am 11. Januar, zunächst für die über 80-Jährigen. Die Vergabe für die Termine der ersten und der drei Wochen später stattfindenden zweiten Impfung erfolgt ab dem 04. Januar entweder telefonisch über 0800 / 57 58 100 oder über die Internetseite impftermin.rlp.de

In Rheinland-Pfalz sind insgesamt 31 Impfzentren startklar, eines davon befindet sich im Trierer Messepark. Hier gibt es bis zu acht sogenannte Impfstraßen, in denen pro Tag insgesamt rund 2.500 Impfdosen zum Schutz vor dem Coronavirus verabreicht werden können. Wenn es erforderlich sei, könne man die Kapazität auf 16 Impfstraßen verdoppeln.

Während der Impfung durchläuft man mehrere Stationen: In einem Zelt vor der Halle wird die Impfberechtigung des Patienten überprüft und der Termin bestätigt, anschließend folgt die Messung der Körpertemperatur. Dann geht es zum Check-In-Schalter, wo Laufzettel und Informationsmaterial ausgegeben werden. Nächste Station ist die ärztliche Aufklärung. Die Teilnahme an dieser ist für alle Patientinnen und Patienten verpflichtend. Ebenfalls ist ein individuelles, vertrauliches Arztgespräch möglich. Danach heißt es warten, bis eine Impfstation frei wird. Das Impfen selbst ist ein Pieks in den Oberarm und dauert nur wenige Minuten. Nach der Impfung werden die Patientinnen und Patienten in einem Ruhebereich beobachtet und bei eventuell auftretenden Kreislaufproblemen oder ähnlichen Beschwerden ärztlich betreut. Beim Check-Out wird schließlich die Impfung dokumentiert, also in den Impfpass eingetragen. Insgesamt dauert die Impfung etwa eine Stunde, sie ist kostenlos. 

Unter 0800 / 57 58 100 wurde eine Info-Hotline rund ums Impfen eingerichtet, welche montags bis samstags von 8 Uhr bis 22 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 10 Uhr und 16 Uhr und am 31. Dezember jeweils von 8 bis 12 Uhr besetzt ist. Bitte beachtet, dass über die Info-Hotlines keine Terminvergabe zur Impfung möglich ist. Auch vom Bund gibt es eine Info-Hotline, die unter 116 117 erreichbar ist. Ausführliche Informationen findet man auf corona.rlp.de.

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