Kultur Konzert Party

Das geht im Mai

Entflammte Musikliebe

Notre Dame brennt, also der perfekte Moment für den in Paris lebenden Benjamin Clementine, um abzuhauen und am 05.05. im Atelier aufzutreten. Aber mal ehrlich, wer zieht denn auch freiwillig aus London weg, ist der Typ verrückt? Jedenfalls ist er mit seinem Debütalbum „At Least For Now“ schon 2015 bekannt geworden. Und jetzt zieht es ihn zu uns.

Triggerfinger heißt laut Wikipedia „der Finger am Abzug“ oder schlicht „Zeigefinger“. Aha, was denn nu? Die Zeigefinger-Band kann uns erst am 10.05. aufklären, was das denn bedeuten soll. Da spielen sie nämlich im Atelier Rockfetzen, bis die Wände wackeln. Die Belgier kennt man schon seit 2012, seit sie die Single „I Follow Rivers“ veröffentlichten. Ihr letztes Album kam 2017 raus. „Colossus“ heißt es. Und ihr Auftritt wird genau das: kolossal. Meiner Prophezeiung nach zumindest.

Ich bin mir unsicher. Am 11.05. steigt im Mergener Hof ne fette fette Party: All Times Finest Hip Hop. Ich weiß, dass ich da hingehen will, das ist ganz klar. Aber muss ich das noch erklären? Es mag keine Clown-springt-aus-dem-Kuchen-Überraschung sein. Aber mal ehrlich, da läuft halt eben Hip-Hop. All Times Finest Hip Hop. Ist doch selbsterklärend, oder?

Am 11. und 12.05. geht es weiter mit STOMP in der Rockhal. Don’t Stomp Me Now. Eine britische Theatergruppe, die alles Mögliche benutzt, um damit Musik zu machen. Vom Feuerzeug bis zum Hammer aus dem Werkzeugkasten. Sozusagen ein Impromptu-Konzert mit dem Geschirr vom Frühstückstisch, nur eben auf der großen Bühne.

Für einen Abend und nur für einen Abend soll der Mergener Hof verflucht sein. Mit verdammt nicen Tönen. Denn der energiegeladene Rapper Curse steht am 17.05. auf der heimischen Bühne. Seine Singles gefallen „Uns“. Vor allem ja die des Albums „Die Farbe von Wasser“. Wasser ist übrigens Blau, lieber Curse, spann‘ doch nicht alle auf die Folter.

Wer dem Rap-Genre gepflegte Technomusik vorzieht, dem gefällt DBERGKOMBINAT & Friends. Auch am 17.05., im Ghost. Hier tanzt ihr bis in die Morgenstunden, bis euch keine neuen Roboter-Moves mehr einfallen. Und ihr nur so da steht und den Beat fühlt. Auftakttunes gibt‘s von Klinke. Wenn der morgens duschen geht, heißt das „Klinke putzen“. Dann Lofis, gefolgt von Ludwig und schließlich Olligarch. Wir wissen, wie´s hier zugeht. Man könnte dies als einen der Trierer Klassiker beschreiben. So neben Karl Marx und so.

Am 23.05. flutschen Caballero & Jean Jass auf die Bühne der Rockhal. Eine neue Generation an belgischen Rappern, mit spanischen und französischen Wurzeln, vereint durch ihr gemeinsames Label und natürlich durch die Liebe zur Musik. Mit „Repeat“ haben sie dem in Belgien weit verbreiteten französischen Rap den Krieg angesagt. Ich würde sagen, die belgische Rap-Zukunft liegt in vier guten Händen.

Einen Abend später hat man sich kaum ausgeruht. Aber für Schlaf bleibt keine Zeit, im Terminkalender ist für den 24.05. schon Illyrian Deluxe meets Metro im Metro eingetragen. Auf der Bühne steht Ermal Fejzullahu, begleitet von DJ Valentino Sky, der albanisches Tracks spielt und DJ L- FLX, welcher Black Musik auflegt. Aber warum nur drei Acts, wenn man auch vier haben kann? Das hat sich das Metro auch gedacht und holt die Tupan Show von Ridvan Berisha mit dazu. Wird also eng. Und heiß in der vorgeschriebenen „angemessenen Kleidung“.

Du willst deine Noten verbessern, hast aber keine Zeit für Nachhilfestunden? Dann komm am 25.05. in den Club11 und gib‘ deinem Lehrer auf der Teacherparty eine Runde aus. Höflichkeit zahlt sich nämlich aus.

Ist es ein deutsches Phänomen oder fällt es mir erst auf, seit ich mehrere Yodel-Einträge (Yodels?) gelesen habe? Die Lisa. Zurück aus dem Auslandssemester in Australien kann sie plötzlich nur noch Englisch reden. Thanks A Lot. Na ja, dem Schweizer Musiker Seven ist das wohl auch schon aufgefallen. Er spielt am 25.05. in der Rockhal seinen Song „Lisa“. Ich könnte wetten, dass es darum geht. Als Sohn eines Tenors und einer Pianistin scheint ihm die Musik ja bereits in die Wiege gelegt worden zu sein. Und jetzt macht er was draus, ist doch super. Oder wie Lisa sagen würde: „Amazing!“ Er teilte die Bühne übrigens schon mit Destiny's Child und nahm bei „Sing meinen Song“ teil. Ich meine nicht, dass das auf einer Ebene steht. Wer kann, der kann.