Stadtleben Kultur Konzert Party

Das geht im November

Kalte Brise, Ausgehfrise

Das Trierer Partyangebot lockt mit Partys, Pandas, Geburtstagsfeiern und musikalischen Leckerbissen. Bevor ihr also in den ersten – oder geben wir‘s doch zu, den 20. – Lebkuchen beißt, wird sich noch einmal richtig ausgetobt. Ihr wisst schon, bevor die Weihnachtsmarktsaison beginnt. Wer Strom oder Heizöl sparen will, muss sich eben warm tanzen. Also tut‘s für die Umwelt. Greta wäre stolz auf euch!

Los geht’s am 06.11. mit Roméo Elvis. Der belgische Rapper und Hip-Hopper tritt in der Rockhal auf und haut Französisch raus bis zum Umfallen. Wie so viele Musiker hat auch Romeo Elvis einen Tinnitus. Den haben wir nach seiner Show hoffentlich nicht.

Hach, wenn man so an früher denkt … kommt man genau wie die Partyveranstalter im Club Toni zu folgendem Schluss: Früher war alles besser. Die gleichnamige Party findet am 08.11. statt, samt Nostalgie und Ohrwürmern. Gestartet wird circa bei den 70ern und die musikalische Erinnerung führt uns bis zur Mitte der 2000er. Aufgetischt von DJ Dee Minque, können wir uns vor Klassikern also wahrscheinlich kaum retten.

Diejenigen, für die sogar die Evergreens so langsam verblühen, machen sich – auch am 08.11. – auf ins Metro. Dort steigt die La-Vie-Da-Loca-Party. Eine ziemlich raffinierte Mischung aus Spanisch und Französisch, wenn ihr mich fragt. Aber tut ja keiner. Was euch erwartet? Eine spannende Kombi aus Latin Music, Dancehall, Hip-Hop und Afro Beats. Und für alle, die sich mit diesen Terms nicht auskennen: Heiße Popo-Wackel-Musik.

Weiter geht‘s direkt am 09.11. mit Hytec im Mergener Hof. Also mittlerweile ist ja fast alles Hightech. Ich meine, sogar mein Opa führt ganze Gespräche mit Alexa. Aber was der Hytec da mit uns will, keinen Schimmer.

Wem das vorkommt wie in der falschen Dystopie, der geht am 09.11. stattdessen zum Pipi Club. Iiiieh. Muss man das verstehen? Na, das Ghost bietet an jenem Abend Freibier an. Und zwar so lange, bis die erste Person aufs Klo muss. Was die aber ganz vergessen haben, ist, dass man in den engen Hosen, in denen man im Club optimal die Hüften schwingt, gar nicht zur Toilette kann. Die sind nämlich so eng, dass man im unteren Bereich taub wird. Also Mädels, schnappt euch eure Skinny Jeans. Die Boys ziehen ihre noch engeren Girlfriend-Hosen an und zusammen komprimieren wir alles! Wenn das mal kein Plan ist.

Am 10.11. Flume in der Rockhal. Reimt sich auf Blume. Wird aber anders ausgesprochen. Der australische DJ aus Sydney produziert seine eigenen Electronica-Tracks und hat die extra für uns in seinen kleinen Handgepäckskoffer gequetscht. Bekannt ist vielleicht vor allem sein Song „Never Be Like You“ featuring Kai, der vor ein paar Jahren seine Runde machte. Und wie kommt man mit 13 Jahren darauf, DJ werden zu wollen? Indem man ein Musikprogramm zum Mischen als Beipack seiner Cornflakes entdeckt. Jackpot!

Weiter am 14.11. mit Skip The Use in der Kulturfabrik Esch/Alzette. Die französische Band tischt ein Drei-Gänge-Menü aus Elektro Funk, Rock und Punk auf. Hoffentlich ein Erlebnis, nach dem man nicht noch zu McDonald‘s muss.

Hauen wir doch mal vier Wörter raus, mit zwei Abkürzungen, die ein Duo der deutschen Rapszene beschreiben. Bonez MC & RAF Camora am 20.11. in der Rockhal. Weiß jeder, kennt jeder. Mag nicht jeder, aber ist ja okay. Doch wem ist aufgefallen, dass Bonez ein Anagramm von Bonze ist? Und das, obwohl der liebe Junge ja eigentlich Johann heißt.

Der Deutschrap hört nicht auf und wir machen am 23.11. mit dem aus Saarbrücken stammenden Bausa im Atelier weiter. Weil das kurz vor der Weihnachtszeit ja so gut passt. Mit der Nächstenliebe und dem ganzen „Ich lieb euch alle alle, alle alle“.

Am 28. und 29.11. dürfen wir uns im Atelier auf Namika freuen. Wer hätte gedacht, dass Lieblingsmensch aus dem Jahr 2015 ist? Schlagartig fühle ich mich alt. Jedenfalls heißt Namikas letztes Album „Que Walou“ und sie kann übrigens immer noch kein Französisch. Manche Dinge ändern sich halt einfach nicht.

Auch am 29.11.: Drunken Pandas im Metro feiern ihr Einjähriges. Cute. Zur Feier des Tages gibt‘s Kuchen und Zuckerwatte, Candy Boys, Candy Girls und Candy Pandas. Muss man wohl mit eigenen Augen sehen. Die DJs Dilly D, Nosi aus Luxemburg und Bueri aus Madrid legen Reggaeton, Hip-Hop, R‘n‘B, Latin etc. auf und Konfetti darf natürlich auch nicht fehlen. Die wissen halt, wie man eine Gebiparty schmeißt!