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Das geht im Oktober

Halloween-Fever

Im kommenden Oktober geht die Post ab. Und das, während wir uns optimal eingruseln und uns nebenher die Halloween-Klassiker reinziehen. Netflix und Chill heißt es schließlich, weil es einem ganz chilly, also eisig, den Rücken herabläuft. Oder hab‘ ich da was falsch verstanden? Doch auch unabhängig davon wird das Partyangebot einfach teuflisch gut. Was soll man auch sonst machen, bei dem Wetter? Eben.

Beispielsweise mit der Gastro Party am 07.10. im Ghost. Geiles Konzept: Gastronome kommen auch mal zum Zug und können Stress abbauen. Die ganz Beschäftigten stoßen in Work-Uniform dazu und steppen mit dem Gastronomie-Bären. Auch Nicht-Gastros sind willkommen. Verstehen halt nur nicht alle Insider-Witze.

Weiter geht‘s am 12.10. mit Il Divo in der Rockhal. Das Quartett konzentriert sich seit 15 Jahren auf Klassik und Pop und verquirlt diese im Hexenkessel gekonnt, geht auf Europa-Tour. Im Gepäck haben Sie eine Packung Talent, vier krasse Stimmen und das neue Album „Timeless“.

King Gizzard & The Lizard Wizard, australische Band, macht Psychedelic Rock und spielt am 13.10. in der Rockhal. Weit her reisen sie aus Melbourne an und bringen Elemente wie Progressive Rock, Jazz, Metal und Soul mit. Um nur ein paar Musikteile zu nennen. Alleine 2017 brachten sie fünf Alben raus. Deswegen vorher erst mal Kaffee trinken, damit man überhaupt mit denen mithalten kann.

Ganz was Ungruseliges ist der James Morrison. Der kommt am 14.10. ins Atelier, bringt seine Gitarre mit und singt selbstgeschriebene Songs aus seinen drei Alben. Was? Woher kenne ich die Stimme? Na, wahrscheinlich aus „Broken Strings“, seinem Lied mit Nelly Furtado, das nicht nur schrecklich oft im Radio lief, sondern seit Jahren auch ein Alltime-Karaoke-Klassiker ist.

Am 17.10. Graustufe West in Lucky’s Luke. Äh ja. Grauzone, kenn ich. Aber Graustufe. Was? Und West? Hm, weiß nicht. Kanye West. Lieber nicht. Oder doch? Wahrscheinlich müssen wir uns hin und wieder einfach mal überraschen lassen und selbst rausfinden, was die meinen.

Vom 18.10. bis 23.11. steigt das Rioler Oktoberfest am Freizeitsee Triolago. Neben den Promi-Gästen Mr. Weißwurst und seiner Begleitung, der Laugenbrezel, treten auch ganz schön viele Livebands auf. Members etwa, Bamberger oder Voxxclub. Wir sind gespannt. Und zapfen schon mal die ein oder andere Maß Bier und üben unsere Trinkfestigkeit. Man soll schließlich vorbereitet sein. In München gab es übrigens schon nach zehn Minuten die erste Alkoholvergiftung. Das machen wir in Riol lieber nicht nach.

Wer mehr Kultur mag als Oktoberfest-Kultur, schaut sich am 20.10. Ibrahim Maalouf im Atelier an. Der französisch-libanesische Musiker ist auch Komponist und wurde mit vielen verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Ich würde sagen, dem geht so leicht nicht die Puste aus!

Dann Seeed am 25.10. in der Rockhal. Bei Liedern wie „Augenbling“ oder „Ding“ kann man die ja gar nicht nicht kennen. Mal schauen, was die dreimaligen Echo-Gewinner als nächstes fabrizieren, nachdem 2018 leider Sänger Demba Nabé verstorben ist. Ihre Single „Ticket“, die im April 2019 erschien, wurde dem Sänger gewidmet, kurz gefolgt von „Lass sie gehen“. Im Oktober soll übrigens auch ein ganzes neues Album, „BAM BAM“, erscheinen.

Shannon Wright, eine amerikanische Singer-Songwriterin, verzaubert uns am 25.10. im Rotondes. Insgesamt hat sie schon zwölf Alben rausgebracht, 2019 erschien das neue, „Providence“. Besonders bekannt ist sie derweil für ihre Live-Auftritte und ihre Punk-Interpretation. Wir finden das gut und freuen uns schon.

Das ganze Jahr schon freuen sich Hardcore-Halloweener auf den Tag. Denn am 31.10. quietscht jede noch so neue Tür, das eiskalte Händchen reicht den blutroten Wackel-Wodka rüber. Michael Jacksons „Thriller“-Video läuft im Hintergrund und Spinnweben hängen in den Ecken. Im ganzen Land ist die Meute außer Rand und Band und überall in der Umgebung steigen Halloween-Partys.

Wem das zu viel ist, wer aber trotzdem nicht auf den Wodka verzichten will, geht am 31.10. zum Russischen Tanzabend im Kasino Kornmarkt. DJ Maximus legt Hits aus den 80ern, den 90ern und aktuelle Charts auf. Aber stets abgewechselt mit russischen Tönen. Eins sage ich voraus: Da wird hundertprozentig getanzt. Statt Dr. Martens oder High Heels dann doch lieber was Bequemes anziehen!