Kultur

Die Piste runter!

Jede Menge Spaß in den Trailparks der Region

Erstellt am 01.09.2023

In Trier und der angrenzenden Region warten actionreiche Trailparks mit Strecken unterschiedlicher Längen und Schwierigkeitsgraden darauf, entdeckt zu werden. Ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis: Von Downhill über Flowtrail bis zum Freeride sorgen die unterschiedlich angelegten Strecken mit zusätzlichen Hindernissen aus Naturmaterialien für jede Menge Adrenalinkicks. Wir haben uns in der Region umgesehen und stellen einige Trailparks sowie deren Angebote vor.

MTB-Trails Weißhauswald

Der Trierer Mountainbike-Verein fahrvergnügen e.V. baut, pflegt und betreibt seit 2005 insgesamt drei Strecken im Weißhauswald, die sich in der Nähe des Wildgeheges am Haus des Waldes befinden. In unmittelbarer Nähe zur Stadt sind Mountainbikesportfans und die, die es werden wollen, hier genau richtig.

Der Trail „Hei Die“, die erste und somit älteste Strecke im Weißhauswald, ist für etwas erfahrene Biker:innen geeignet. Er schlängelt sich über eine Distanz von knapp einem Kilometer bis hinunter ins Tal. Von dort aus ist man schnell wieder zurück am Parkplatz am Haus des Waldes, von wo der ausgewiesene Uphill beginnt. „Hei Die“ bietet an mehreren Stellen zwei parallel Lines mit unterschiedlichen Features. Zudem gibt‘s eine Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten durch diverse Abbiegemöglichkeiten auf „Die Anna“ und das „Gärtchen“.

Die 2016 gebaute „Die Anna“ ist ein Flowtrail für Enduromountainbiker:innen aller Fahrtechniklevel und weniger steil als „Hei Die“. Unterschätzen sollte man den Trail jedoch nicht, denn vor allem der letzte Abschnitt hat es in sich: Die letzten Meter bis zum Ziel überwindet man in steilen Kurven. Viele Fahrer:innen weichen hier auf die alternativen Möglichkeiten aus, wie das wenige Meter entfernte „Gärtchen“.

Seit 2018 bietet die Strecke „Gärtchen“ eine Alternative zu den beiden technisch anspruchsvollen Schlussstücken von „Hei Die“ und „Die Anna“. Ganz ohne fahrtechnische Herausforderung geht es aber hier auch nicht, doch die Strecke ist bedeutend länger und somit weniger steil.

Allen Interessierten stehen die Strecken offen, die kostenlose Nutzung erfolgt stets auf eigene Gefahr. Beim Befahren sind unbedingt die Trail Rules der Deutschen Initiative Mountainbike e.V. zu beachten, außerdem ist das Tragen eines Helms und Protektoren Pflicht.

Weitere Infos auf: mtb-trier.de


Trailpark Mehring

Seit 2013 befindet sich der vom MTB Club Mehring e.V. errichtete Trailpark im Mehringer Kammerwald. Unweit des „Fünf-Seen-Blick“ schlängeln sich Singletrails auf mehreren Haupt- und einigen Nebenstrecken den Berg hinab. Auf einer Gesamtstreckenlänge von etwa fünf Kilometern und 200 zu überwindenden Höhenmetern ist jede Menge Abfahrtsspaß garantiert.

Die Trails wurden in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt, die von Anfänger:innen bis Freeride-Profi reichen. Auch charakteristisch gibt es Unterschiede: Ob Moshtrail, Traverse, Enduro oder Freeride: Hier kommt jeder Mountainbike-Fan auf seine Kosten. Die Trails sorgen für eine flüssige Abfahrt, dennoch ist bei den Sprüngen genügend Airtime zu spüren.

Die blaue Strecke ist etwas einfacher zu fahren und deshalb für Einsteiger:innen geeignet. Das Besondere der roten Strecken: Sie zweigen mehrmals in verschiedene Lines ab, wo zusätzlich kleine Sprünge warten. Damit sich Anfänger:innen langsam an das Mountainbiken zu gewöhnen, können alle Hindernisse umfahren werden. Die schwarze, als Freeride-Strecke gekennzeichnete Linie ist die anspruchsvollste Strecke und weist hohe Sprünge mit anständiger Landung sowie Corner-Sprünge, Tables und Drops auf. Auf allen Trails gilt: Das Befahren ist nur mit Sicherheitshelm und Protektorenausstattung erlaubt.

Wer die Wege rund um Mehring erkunden möchte, kann sich zudem den gemeinsamen MTB-Touren anschließen, die in der Regel samstags (für Neueinsteiger:innen) und sonntags (für Profis) stattfinden. Geöffnet hat der Trailpark Mehring vom 01.03. bis 31.10. jeweils von 9 bis 20 Uhr und an allen Tagen, an denen es nicht regnet oder zu nass ist.

Infos auf: trailpark-mehring.de


Mountainbike-Strecken im Walderlebniszentrum Trassem

Die Mountainbike-Strecken rund um das Walderlebniszentrum Trassem führen sportlich begeisterte Besucher:innen auf gekennzeichneten Trails durch die Wälder. Zur Auswahl stehen drei Strecken, die sich in Länge und Schwierigkeitsgrad unterscheiden.

Alle Touren sind mit farbigen Pfeilen markiert: Die „XCountry-Strecke“ (blau) wurde als Rundkurs gestaltet und bietet Ausblicke ins Leuktal. Trotz der zu überwindenden 802 Höhenmeter können auch ungeübte Mountainbiker:innen den 12,6 Kilometer langen Kurs gut meistern. Die Fahrstrecke ist überwiegend geschottert bzw. naturfest. Die vier Kilometer lange „N‘Duro-Strecke“ (rot) ist etwas anspruchsvoller, Highlights sind die beiden Abfahrten und der integrierte Teil der Freeride-Strecke.

Ambitionierte Mountainbiker:innen überwinden indes bei dem 700 Meter langen „Freeride-Trail“ (schwarz) 80 Meter Höhenunterschied. Der Rückweg über Schotter wird durch Muskelkraft bewältigt. Die Strecke wurde aus natürlichen Hindernissen geformt, hinzu kamen Sprungschanzen, Landehügel und Steilkurven.

Start und Ziel der Trails ist der Besucherparkplatz am Waldeingang auf dem Halstenberg. Neben dem Tragen der kompletten Schutzbekleidung sollte man die Strecke vor der ersten Abfahrt in Augenschein nehmen. Nicht so geübte Freerider:innen können die Schikanen auf einfachen Umwegen umfahren. Jährliches Highlight ist das Downhill/Freeride-Rennen „King of the Trail”.

Mehr dazu auf: www.wez-trassem.de 


Trailpark Erbeskopf

Dort, wo im Winter Ski- und Snowboardfans vom höchsten Berg im Hunsrück auf ihren Brettern den Hang hinuntersausen, gibt’s in den warmen Monaten am Fuße der Windklangskulptur mehrere abwechslungsreiche Trailstrecken in den Schwierigkeitsgraden von leicht über mittelschwer bis schwer zu entdecken – hervorragende Aussicht inbegriffen.

Insgesamt können sich die Mountainbiker:innen an vier Strecken austoben: Während „Blue Viper“ die leichteste darstellt, richtet sich „Wild Cat“ mit roter Markierung an Fortgeschrittene. Für Profi-Mountainbiker:innen stehen derweil die beiden Trails „Dirt Diggers“ (rot/schwarz) und „Schinderhannes“ (schwarz) zur Verfügung. Und es geht weiter: Vier weitere Trails befinden sich in der Planung bzw. bereits im Bau. Der Lift bringt einen ohne viel Mühe wieder an den Start.

Um den Besuch im Trailpark so optimal wie möglich zu gestalten, sollte man sich vorab mit den Nutzungsbedingungen vertraut machen. Weil Sicherheit großgeschrieben wird, sind Helme und technisch einwandfreie Bikes beim Befahren aller Strecken Pflicht. Empfohlen werden Schutzausrüstung und Vollvisierhelme.

Wer kein eigenes Bike zur Hand hat, kann sich eines im Basecamp am Lifthaus mieten, ebenso sind hier Schutzausrüstungen und Helme zum Ausleihen erhältlich. Die Tickets gibt’s ab 20,- Euro für einen halben Tag, ermäßigt 15,- Euro (nur Barzahlung möglich). Samstags ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet, an Sonntagen kann man die Strecken des Trailparks am Erbeskopf von 10 bis 17 Uhr befahren.

Nähere Infos auf: trailpark-erbeskopf.de 

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