Schon im Vorfeld der Partie gegen die Artland Dragos gab es für die Römerstrom Gladiators zwei weitere Hiobsbotschaften: Austin Wiley und Matt Freeman sind verletzt. Wiley, der seit dem Spiel gegen Kirchheim über Knieprobleme klagte, fällt mit einem Muskelbündelriss bis zum Ende der regulären Spielzeit aus. Power Forward Freemann erlitt einen Erguss im Knie und wird ebenfalls auf unbestimmte Zeit pausieren müssen.
So standen Chase Adams, Kevin Smit, Thomas Grün, Jonathan Dubas und Robert Nortmann in der Starting Five der Hausherren, die nur schwer in Fahrt kamen. In einer Anfangsphase mit wenig Tempo trafen die Dragons besser und verdienten sich damit eine 17:24-Führung.
Der zweite Spielabschnitt begann vielversprechender: Die Gladiators kreierten viele einfache Würfe und trafen diese. Doch als der Abstand schmolz, erhöhten die Quakenbrücker den Druck. Die Gäste stellten die Trierer immer wieder vor Missmatches, die vor allem Gerel Simmons zu nutzen wusste, der in den ersten beiden Vierteln 20 Punkte verzeichnete. Entsprechend wuchs der Vorsprung der Gäste auf 38:54 an.
Nach dem Seitenwechsel suchten die Gladiators vermehrt Brody Clarke, der den Abstand mit guten Aktionen am Brett verkürzen konnte. Aufseiten der Dragons waren Simmons und Oehle jedoch nicht zu stoppen, weshalb der Rückstand der Trierer auch vor dem finalen Viertel zweistellig blieb – 60:70.
Im letzten Spielabschnitt versuchten die Hausherren, das Spiel zu drehen und mit einem deutlich schnelleren Umschaltspiel Punkte gutzumachen. Das glückte den Trierern zunächst, doch es war einmal mehr Gerel Simmons, der in dieser Situation die Verantwortung für die Dragons übernahm. Mit drei schwierigen Dreiern baute er den Vorsprung der Gäste auf 75:89 aus und sorgte damit für die Entscheidung. Die Gladiators konnten nur noch auf 77:89 verkürzen.
Durch die Heimniederlage beträgt der Rückstand der Gladiators auf die Dragons und damit auf den ersten Playoff-Platz mittlerweile acht Punkte. Marco van den Berg, Trainer der Trierer, sieht dennoch einen Hoffnungsschimmer. Auch, wenn ihn die Leistung gegen die Dragons enttäuschte: "Ich bin absolut nicht mit unserem Einsatz in der ersten Halbzeit zufrieden. Da müssen wir deutlich aggressiver agieren. Wir geben unser Ziel, die Playoffs, natürlich nicht auf und werden weiter alles dafür geben, diese zu erreichen."