Mit Jordan Roland, Behnam Yakhchali, Evans Rapieque, Marco Hollersbacher und Maik Zirbes in der Starting Five begannen die Gladiators mit hoher Intensität und Mann-Mann-Verteidigung. Der Plan ging auf: Immer wieder zwang man Bayreuth zu Ballverlusten und war trotz einer geringen Dreierquote immer wieder erfolgreich. Die Trierer führten bereits mit 16:7, ehe die Hausherren besser ins Spiel fanden und Stück für Stück verkürzten. Der Vorsprung der VET-CONCEPT Gladiators schwand und nach einem 10:0-Lauf der Gastgeber wurde das Spiel durch viele Turnover zunehmend wild. Mit 19:19 ging es ins zweite Viertel. Im folgenden Spielabschnitt fanden die Trierer zu ihren Stärken zurück, agierten ingesamt wieder strukturierter – mit und gegen den Ball. Die Gladiators erspielten sich erneut einen Vorsprung, doch nach einer Auszeit meldeten sich die Hausherren abermals zurück. Zur Halbzeitpause stand es dennoch 49:43 für die Gäste.
Nach langsamen Start ins dritte Viertel waren sowohl die Gladiators als auch der BBC erfolgreicher aus der Distanz. Den Unterschied machte die starke Defensivarbeit und gute Ballbewegung der Moselstädter, die ihren Vorsprung auf 67:55 ausbauten. Im finalen Spielabschnitt ließen sich die Trierer Basketballer den Sieg nicht mehr nehmen. Das Team von Headcoach Jaques Schneider behielt die Ruhe in der Offense, fand eine gute Balance aus Insidespiel und Distanzwürfen. Das zeigte sich im Ergebnis: Zwischenzeitlich führten die Gäste mit 20 Punkten. Ein Polster, welches man in den Schlussminuten verwaltete und mit 91:78 letztlich einen souveränen Auswärtssieg einfuhr.
Eine Leistung, die Headcoach Schneider nur loben konnte: "Gratulation an unsere Mannschaft. Wie wir mit personellen Rückschlägen umgehen, ist hervorragend. Wir bewegen den Ball als Mannschaft immer besser und es ist eine Freude, zu sehen, wie uneigennützig wir sind und uns füreinander freuen. Defensiv können wir uns definitiv noch steigern, aber auch da gab es gute Phasen. Für mein Gefühl hatten wir in der ersten Halbzeit zu viele Turnover, das haben wir später besser gemacht. Maik Zirbes ist ein Spieler, den man heute sicherlich hervorheben kann, genauso Marco Hollersbacher, der den Ausfall von Hendrik Drescher optimal kompensiert hat. Bayreuth hat gut dagegengehalten, aber wir haben Wege gefunden, einen weiteren Auswärtssieg zu holen. Wir sind glücklich und werden uns jetzt darauf fokussieren, gegen Artland den nächsten Heimsieg zu holen."
Bester Trierer Werfer war Clay Guillozet mit 18 Punkten. Es folgten Marco Hollersbacher (15) sowie Nolan Adekunle und Maik Zirbes (jeweils 11).