Auf Trierer Seite wollte zu Beginn des Spiels der Wurf noch nicht präzise fallen und der MBC sorgte über konsequenten Zug zum Trierer Korb für Probleme in der Defense. Beim Stand von 7:20 schien der MBC das Spieltempo zu diktieren, ehe Trier sich wieder etwas fing und nun besser aus der Distanz traf. Dennoch ging es mit einem 13:26 aus Trierer Sicht in die erste Viertelpause.
Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts blieben die Gäste tonangebend und zwangen den Gladiatoren ihr Spiel auf. Vor allem im Rebound war der MBC konsequenter und sorgte so häufiger für zweite Wurfchancen ihrer Big Men. Auch von außen nutzten die Weißenfelser ihre Chancen und Akeem Vargas erhöhte per Dreier auf 18:34 (14.).
Erst zum Ende des zweiten Viertels fielen die Trierer Distanzwürfe plötzlich deutlich hochprozentiger und auch die Defense der Römerstädter passte sich besser der physischen Spielweise des MBC an. Knapp eine Minute vor Ende der ersten Halbzeit traf Steven Ashworth seinen zweiten Dreier des Viertels und stellte auf 35:42 – die Partie war nun wieder völlig offen und mit diesem Ergebnis ging es für beide Teams in die Halbzeitansprachen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild: Trier verteidigte fokussiert, attackierte die eigenen Missmatches konsequent und behielt auch von außen den Rhythmus. Dennoch gelang es dem MBC, der ebenfalls gut aus der Distanz traf und weiterhin den Rebound an beiden Enden des Feldes kontrollierte, die Führung vorerst zu verteidigen – Jure Planinic stellte zur Mitte des dritten Viertels auf 43:50 (24.).
Die Trierer kamen nun immer besser in ihr präferiertes Tempospiel und sorgten so für reichlich Probleme in der Defense des MBC. Trotzdem gelang es Evans Rapieque erst mit dem letzten Trierer Wurf des dritten Spielabschnitts, auf 62:62 zu stellen und somit für ein ausgeglichenes Ergebnis vor dem finalen Viertel zu sorgen.
Im vierten Viertel gelang es den Gladiatoren durch einen getroffenen Freiwurf von Urald King sowie einem Dreier von Jordan Roland, schnell auf 66:62 zu stellen und erstmals in Führung zu gehen. Urald King setzte mit einem weiteren Treffer für Drei nach und erhöhte auf 69:62, bevor der MBC wieder einen kleinen Lauf starten und auf 73:70 (35.) zur Mitte des Viertels verkürzen konnte.
Nun übernahm Steven Ashworth die Kontrolle auf Trierer Seite und traf erst einen Dreier zum 77:70, spielte den Assists auf Urald King zum 79:70 und traf folgend noch den nächsten Distanzwurf zum 82:74 (37.). Diese Führung brachten die Gladiatoren letztlich souverän über die Zeit und schlugen den SYNTAINICS MBC am letzten Hauptrundenspieltag mit 85:78.
Damit qualifizieren sich die VET-CONCEPT Gladiators als Aufsteiger für die Postseason der easyCredit BBL und treten am Dienstag, 12.05., um 20:30 Uhr (Live-Übertragung bei DYN) bei RASTA Vechta zum ersten Play-In Duell an. Bei einem Sieg qualifizieren sich die Trierer als 7. für die Playoffs, bei einer Niederlage folgt am Donnerstag, 14.05., (18:30 Uhr) das zweite Play-In-Spiel in der SWT Arena gegen den Sieger des Duells Rostock gegen Ludwigsburg um den 8. Playoff-Platz.
Jacques Schneider, Headcoach der VET-CONCEPT Gladiators: "Wir sind sehr stolz, als Aufsteiger jetzt in die Play-Ins gekommen zu sein. Es gab in dieser Saison sehr viele Höhepunkte und nur wenige Tiefschläge und emotional ist das heute unser Highlight – jetzt sind wir hungrig auf mehr! Wir haben ein Team, das sich sehr gut selbst motivieren kann und wir haben uns gesagt, dass wir heute noch mal alles rausholen wollten, völlig unabhängig davon, was die Konkurrenz macht."