Kultur Stadtleben

Internationaler Museumstag am 15. Mai

Buntes Programm für Groß und Klein

Am Sonntag, dem 15. Mai, öffnen das Rheinische Landesmuseum Trier, das Stadtmuseum Simeonstift, das Museum am Dom, das Museum Karl-Marx-Haus und die Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier zwischen 10 und 18 Uhr bei freiem Eintritt ihre Tore. Viele Angebote richten sich an Familien, Kinder können kreativ werden. Zudem geben die Museen einen Ausblick auf die im Juni startende Landesausstellung "Der Untergang des Römischen Reiches".

Im Museum am Dom haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die Dauerausstellung anzusehen oder sich zu verschiedenen Themen führen zu lassen. Der Fokus liegt dabei auf den Spuren der frühen Christen, auf Mariendarstellungen aus 1000 Jahren oder auch auf Grabdenkmälern von der Antike bis in die frühe Neuzeit. Museumsdirektor Markus Groß Morgen gibt mit seinem Beitrag „Im Zeichen des Kreuzes – Eine Welt ordnet sich neu“ einen Ausblick auf die kommende Landesausstellung. Kinder ab drei Jahren erfahren bei einer Führung, was ein Museum überhaupt ist. Zusammen auch mit größeren Kindern können sie zudem ihr eigenes Museum basteln.

Im Stadtmuseum Simeonstift Trier steht der Museumstag unter dem Motto #MuseenEntdecken. Der Hashtag kann für Selfies im Museum genutzt werden oder auch beim Nachstellen von Bildern mit Kostümen und Accessoires. Geöffnet sind die Dauerausstellung sowie die Sonderausstellung "Faszination Jugendstil – dekorative Keramik der Servais-Werke Ehrang". Besucher*innen erfahren vieles rund um das Simeonstift, die Geschichte des Museums und die Tätigkeiten der Museumsmitarbeiter. In Führungen und Präsentationen lernt man die Restaurierungswerkstatt kennen oder erfährt etwas über den moralischen Umgang mit Raubkunst. In einer Familienführung kann man den Spuren Trierer Künstlern folgen. Dr. Elisabeth Dühr stellt den Ausstellungsteil „Das Erbe Roms. Visionen und Mythen in der Kunst“ vor, den das Stadtmuseum im Rahmen der Landesausstellung zeigt. Kinder können an der Kreativstation aus den Postern vergangener Ausstellungen fantasievolle Collagen erstellen.

Im Museum Karl-Marx-Haus kann die ganze Familie ihr Wissen über den berühmtesten Sohn der Stadt bei der Jahreszahlenschnitzeljagd unter Beweis stellen. Wem die bloßen Zahlen nicht reichen, kann sich in den halbstündigen Führungen „Karl Marx in seiner Zeit“ genauer über das Leben und Werk des Universalgelehrten informieren. Das Karl-Marx-Haus zeigt außerdem die kleine Wanderausstellung "Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ des Regionalbüros Rheinland-Pfalz / Saarland der Friedrich-Ebert-Stiftung. Immer wieder im Laufe des Tages bietet das Karl-Marx-Haus die Möglichkeit, sich über die Themen der Wanderausstellung auszutauschen.

Im Rheinischen Landesmuseum Trier heißt das Motto in diesem Jahr derweil „Archäologie aktuell“. Jährlich wächst die Sammlung des „grabenden Museums“. Am Internationalen Museumstag kann zum ersten Mal die neue Präsentation im Museumsfoyer besucht werden. Mehrmals im Jahr werden hier ab sofort spannende Neufunde ausgestellt, die bei Ausgrabungen der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz im Raum Trier und Umgebung zutage kommen. Den Auftakt bildet der Münzhort von Meckel, ein spektakulärer römischer Schatzfund bestehend aus 7.486 Bronzemünzen. Kurzführungen durch die Römische Abteilung im Landesmuseum verbinden die neuen und alt bekannten Fundstücke. Ein Info-Point und der Vortrag mit Museumsdirektor Dr. Marcus Reuter geben spannende Einblicke in die große Trierer Landesausstellung und runden den Tag ab. Auf Familien mit Kindern warten abwechslungsreiche Mitmach-Angebote. In angeleiteten Archäologie-Workshops können die kleinen Museumsgäste Spuren im Boden entdecken und erforschen oder kreativ nach römischem Vorbild eigene Tonwaren modellieren.

Die Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier lädt zur Spurensuche ein. Man kann sich die Dauerausstellung ansehen oder auch an einer der Führungen teilnehmen, welche das mittelalterliche Weltbild beleuchten oder Bücher als Zeugnisse ihrer Zeit präsentieren. Weitere Führungen thematisieren die Legitimierung von Macht im Mittelalter, die Schreibstube im Mittelalter mit ihren Materialien und Farben sowie „Frauen und andere Seltsamkeiten“ in der Buchkunst. Kinder können indes in einer Schreibwerkstatt des Mittelalters kreativ werden.