Ein Probenrahmen eröffnet den Abend: Figuren diskutieren über Feminismus, Theaterflüche und Gegenwart, während die berühmten drei Hexen nicht nur das nahende Unheil prophezeien, sondern als ironische Kommentatorinnen das Geschehen lenken – fast so, als seien sie Regisseurinnen im Moor. Ein Postbote wird zum modernen Boten des Unheils, Bankette kippen ins Chaos, Prophezeiungen werden zur selbsterfüllenden Falle. Im Zentrum: eine Lady Macbeth, die nicht antreibt, sondern widerspricht – und genau daran zerbricht.
Mit der Aufführung "Macbeth*Lady" zerlegt das Katz Theater Trier die blutigste Tragödie aus der Feder von William Shakespeare auf satirische Art und Weise neu: als bissige Farce über Macht, Ehrgeiz und Rollenbilder, in der Lady Macbeth endlich aus dem Schatten ihres machthungrigen Mannes tritt.
Nicht als dämonische Strippenzieherin, sondern als kluge, ambivalente Frau in einem System, das Macht verteilt – und Schuld gleich mit.
Die Inszenierung erzählt den Aufstieg und Fall Macbeths als Eskalation aus falsch verstandenen Blicken, überhörten Sätzen und patriarchalen Zuschreibungen. An diesem Abend treffen Düsternis auf Witz und Feminismus auf Fatalismus – eine Geschichte über Macht, Schuld und die trügerische Verheißung des Schicksals.
Skript und Dramaturgie stammen von Tanja Finneman, Spielbeginn der insgesamt sechs Vorstellungen ist jeweils um 19 Uhr. Die Karten gibt's für 19,- Euro, ermäßigt für 15,- Euro bei Ticket Regional.
Weitere Infos und alle Spieltermine findet man auf katztheater.info.