Kultur

"Konturen der Stadt" bis 06. April im Stadtmuseum

Die Geschichte der Trierer Stadtmauer steht im Fokus der Sonderausstellung

Erstellt am 05.12.2024

Bewegte Geschichte bis in die römische Antike hautnah erleben: Bis einschließlich 06. April 2025 lädt das Stadtmuseum Simeonstift zur Sonderausstellung "Konturen der Stadt. Die Geschichte der Trierer Stadtmauer" ein.

Das Wissenshaus neben der Porta Nigra beschäftigt sich anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Abrisses der Trierer Stadtmauer mit deren spannenden Geschichte. Auch wenn die Mauer heute weitgehend aus dem Stadtbild verschwunden ist, zeugen Überreste, zu finden etwa im Grünstreifen des Alleenrings und im Palastgarten, von der jahrhundertelangen Befestigung der ältesten Stadt Deutschlands.

Bereits zu Regierungszeiten Marc Aurels (161-180) erhielt das römische Augusta Treverorum eine Befestigung mit vier Torzugängen – prominentes Zeugnis dieser ersten Bauphase: die Porta Nigra als einzig verbliebenes römisches Stadttor.

Nach dem Untergang des Römischen Reiches begann der Verfall der Trierer Stadtmauer. Im späten Mittelalter wurde schließlich eine neue, den kleineren Bereich des heutigen Alleenrings umspannende Stadtmauer errichtet, zum Teil auf den Resten der ursprünglichen römischen Mauer. Die imposanten Stadttore blieben bis ins 19. Jahrhundert wichtige Grenzposten für den Eintritt in die Stadt, doch nach dem Wegfall der Mahl- und Schlachtsteuer 1875 entfiel auch diese letzte Funktion. Es folgte die Schleifung der Stadtmauer und das rasante Wachstum der Stadt.

Gezeigt werden Skulpturen, Kunstwerke, frühe Fotografien und historische Dokumente, die die Historie der Trierer Stadtmauer beleuchten und aufzeigen, welche nachhaltigen städtebaulichen Impulse von ihr ausgingen. Und auch die Überreste der römischen Stadtmauer, die im Untergeschoss des Museums besichtigt werden können, sind Teil der Sonderausstellung.

Ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersgrupen begleitet die Ausstellung. So wird für Kinder eine kostenlose Museumsrallye angeboten, zusätzlich gibt es eine digitale Schnitzeljagd fürs Smartphone sowie einen kostenlosen Mediaguide mit Videos in Deutscher Gebärdensprache.

Mehr dazu findet man auf museum-trier.de.

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