Stadtleben

Last-Second-Niederlage

Römerstrom Gladiators: 76:78 in Spiel eins

Am ersten Spieltag der neuen ProA-Saison wurden die Römerstrom Gladiators nach einer Aufholjagd nicht mit Punkten belohnt. Vor mehr als 2.000 Zuschauern in der Arena Trier mussten sich die Basketballer nach einem Tip-In in letzter Sekunde geschlagen geben. Im nächsten Spiel wartet der VfL Kirchheim Knights.

Exakt 2.057 Zuschauer pilgerten in die Arena Trier, um den Saisonstart der Römerstrom Gladiators in die neue ProA-Saison zu verfolgen. Dabei wartete gleich zum Auftakt mit den PS Karlsruhe Lions der Vorjahres-Achte der Regular Season und damit ein Playoff-Kandidat.

Mit Neuzugang Jordan Geist sowie Kyle Dranginis, Jermaine Bucknor, Till Gloger und Simon Schmitz in der Starting Five verschliefen die Gladiators die ersten Minuten. Bereits nach 120 Sekunden führten die Gäste aus Karlsruhe mit 0:7. Headcoach Christian Held zog erste Konsequenzen und forderte beim Stand von 4:10 die erste Auszeit. Die Lions ließen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und versenkten im Anschluss durch Daniel Norl einen starken Dreier. Trotz Zwischenspurt hatten die Gladiators aufgrund einer schwachen Dreier-Bilanz (0/5) nichts entgegenzusetzen – 15:25 hieß es nach dem ersten Viertel.

Dieses Spiel sollte sich in den beiden folgenden Vierteln fortsetzen. Auch wenn sich die Hausherren mit verbesserter Defense und einem starken Jordan Geist bis auf unter zehn Punkte rankämpften, spielte Karlsruhe seine Angriffe souverän aus. Vor allem die Distanzwürfe der Römerstrom Gladiators verhinderten weiterhin eine Verkürzung des Abstands. Nur zwei von 18 Versuchen konnte die Statistik bis zum Schlussviertel verzeichnen.

Der letzte Abschnitt begann zunächst zerfahren, mit vielen Fouls auf beiden Seiten. Die Trierer kämpften sich Stück für Stück ran, sodass Lions-Coach Ivan Rudez bei nur noch sieben Punkten Vorsprung und fünf Minuten Restspielzeit um eine Auszeit bat.

Der gewünschte Effekt blieb aus, denn die Gladiators kamen näher: Till Gloger verkürzte mit einem Zweier auf 68:72 und läutete damit eine packende Schlussphase ein. 20 Sekunden vor Schluss stellte Triers Topscorer des Abends Jordan Geist auf 74:76. Rund acht Sekunden vor der Schlusssirene sorgte Geist sogar für den Ausgleich.

Die Aufholjagd sollte jedoch nicht belohnt werden, denn Karlsruhes Justin Gordon markierte mit einem Tip-In in der letzten Sekunde den 76:78:Sieg der Lions.

Für Gladiators Headcoach ein negatives Ergebnis mit guten Ansätzen: „Gratulation an die Gäste. Karlsruhe ist ein starkes Team und hat insgesamt verdient gewonnen. Natürlich sind wir enttäuscht über die Niederlage in letzter Sekunde, aber wir haben uns ein tiefes Loch gegraben, aus dem wir erst zu spät herausgekommen sind. Wir sind sehr nervös gestartet, obwohl wir sehr gut vorbereitet waren. Ich bin stolz auf den Kampfgeist meiner Mannschaft, die bis zum Schluss um den Sieg gespielt hat.“

Beste Werfer der Römerstrom Gladiators: Jordan Geist (23), Till Gloger (15), Simon Schmitz (12).

Am Samstag, dem 28.09., ist nun die Auswärtsstärke der Trierer Basketballer gefragt, denn die Gladiators gastieren bei den VfL Kirchheim Knights. Obwohl die Knights im Vorjahr die Playoffs verpassten, wird die Partie keine leichte Aufgabe. Der Grund: Auch der VfL startete mit einer Niederlage in die neue Saison und wird in der heimischen Arena alles auf Sieg setzen.

Auch Coach Christian Held erwartet keine Laufkundschaft: „Offensiv haben sie mehr Waffen als sie das letztes Jahr hatten. Defensiv spielen sie unfassbar viele Varianten. Zonenpresse, Zone, beim Einwerfen, Mann-Verteidigung. Sie spielen unglaublich viele, immer wechselnde Verteidigungen. Es ist schwer, gegen eine solche Mannschaft in einen Rhythmus zu kommen.“

Wer nicht live dabei sein kann, kann die ganze Partie im Stream von airtango.live mitverfolgen.

 

Foto: Simon Engelbert, PHOTOGROOVE