Das größte filmische Event in Luxemburg zieht seit seiner Premiere vor über 15 Jahren Schauspieler:innen, Filmschaffende und Kinogänger:innen aus der ganzen Welt an. Das verwundert nicht, steht doch von Anbeginn die ganze cineastische Bandbreite mit zeitgenössischen nationalen und internationalen Produktionen auf dem Programm.
2026 präsentiert das Festival erneut elf Tage voller Feierlichkeiten in den Ausstellungs- und Konferenzräumen im Cercle Cité (Ratskeller) sowie in den Kinos der Stadt Luxemburg. Zu letzteren gehören die Cinémathèque de la Ville de Luxembourg – die während ihrer Renovierung vorübergehend in das Théâtre des Capucins umzieht wird –, das Ciné Utopia, das Kinepolis Kirchberg sowie die Partnerspielstätten Casino Luxembourg und Abtei Neumünster.
Neu in diesem Jahr ist die Einteilung in Kategorien: Diese reicht von Filmen ikonischer Filmemacher:innen (Icons) und herausragender Besetzung (Prestige) bis hin zu Werken mit wichtigen gesellschaftlichen Themen (Agora) und neuen Erzählformen (New Vision).
Bevor das komplette Programm am 12.02. veröffentlicht wurde, wurden bereits einige Filme der offiziellen Auswahl bekanntgegeben, die außer Konkurrenz laufen. Erneut arbeitet das Festival hierbei mit verschiedenen Kulturinstitutionen sowie nationalen und internationalen Verbänden zusammen.
So kann sich das Publikum nicht nur auf den Talking-Heads-Konzertfilm "Stop Making Sense" von US-Regisseur Jonathan Demme freuen, sondern auch den von Harmony Korine produzierten Film "Barrio Triste" des kolumbianisch-amerikanischen Künstlers Stillz erleben, ein eindringliches Found-Footage-Porträt einer gesetzlosen Jugend.
Während "Paul" einen einfühlsamen Blick auf einen jungen Mann preisgibt, der mit Depressionen kämpft, handelt es sich bei "Soldaten des Lichts" um eine scharfsinnige und tragische Dokumentation über die Folgen von Verschwörungstheorien, die durch soziale Medien verstärkt werden.
Eine lebendige Coming-of-Age-Geschichte ist "Live A Little" der schwedischen Filmemacherin Fanny Ovesen, die beim Festival selbst anwesend sein wird. Schließlich verbindet Tina Romeros "Queens Of The Dead" ein extravagantes Zombie-Universum mit queerer und Drag-Kultur sowie einer ordentlichen Portion Humor.
Darüber hinaus ist die Auswahl von Filmen für ein junges Publikum eine der wichtigsten Säulen des Festivals. Zu den Werken für Kinder ab drei Jahren gehört der auf einem Bauernhof spielende Animationsfilm "Lena's Farm" und das Programm "Upside Down" mit vier Kurzfilmen, angesiedelt im lettischen Wald.
Ab vier Jahren bietet "Nous Voilà Grands!" acht sehr kleine Kurzfilme mit großem Herz, Kids ab fünf Jahren können sich auf sechs Kurzfilme im Programm "La Femme Et La Poule" freuen. Jugendliche ab zwölf Jahren entdecken Geschichten, die sich mit aktuellen Themen auseinandersetzen und gleichzeitig für ein junges Publikum zugänglich bleiben. So handelt die Romanverfilmung "Mit der Faust in die Welt schlagen" von deutschen Jugendlichen, die im Schatten der DDR aufwachsen, und beim belgischen Beitrag "Têtes Brûlées" wird die Stärke kollektiven Handels deutlich.
Für über 13-Jährige erzählt der Film "Karla" von Christina Tournatzés die Geschichte eines mutigen Mädchens, das für Gerechtigkeit kämpft – die Hauptrolle übernimmt Elise Krieps, Tochter der luxemburgischen Schauspielerin Vicky Krieps ("Der seidene Faden"). Sorina Gajewskis erster Spielfilm "Nulpen" erfindet derweil die Coming-of-Age-Thematik neu, indem er den Generationenkonflikt in den geschäftigen Straßen Berlins erkundet.
Zudem nehmen über 7.000 Jugendliche am Schulprogramm des Filmfestivals teil, bei dem sie eine Woche lang in die vielfältige und zeitgenössische Welt des Jugendkinos eintauchen können, bestehend aus Vorpremieren, unveröffentlichten Filmen, Präsentationen, Diskussionen, Treffen mit Regisseur:innen und mehr.
Die Tickets sind in den Kinos Ciné Utopia und Kinepolis Kirchberg sowie während des Festivals jeweils eine Stunde vor den Filmvorstellungen erhältlich. Neben Einzeltickets kann man auf den Festivalpass für 60,- Euro zurückgreifen, der zehn Eintrittskarten für Filme nach Wahl beinhaltet. Mit dem 30/30 Pass erhalten Personen unter 30 Jahren Zutritt zu allen Vorführungen des Wettbewerbs "Fiktion und Dokumentarfilm" zum Preis von 30,- Euro.
Alle weiteren Infos gibt's auf luxfilmfest.lu.