Zum 15. Geburtstag des Events kommen kleine und große Filmfans in den Sehgenuss von Filmen nationaler und internationaler Regisseur:innen aus verschiedenen Genres. Ob Drama, Dokumentation oder Animation: Von Anfang bis Mitte März ist die Welt des Films zu Gast in Luxemburg. Gezeigt werden die Filme an fünf Standorten: der Cinématèque de la Ville de Luxembourg, dem Ciné Utopia, dem Kinepolis Kirchberg, dem Casino Luxembourg und der Cercle Cité.
Los geht die 2025er-Ausgabe des Luxembourg City Film Festivals am 06.03. mit dem Eröffnungsfilm "Hot Milk" – das Regiedebüt der britischen Dramatikerin und Drehbuchautorin Rebecca Lenkiewicz mit Emma Mackey ("Sex Education"), Vicky Krieps ("Das Boot") und Fiona Shaw ("Harry Potter") in den Hauptrollen feierte jüngst seine Premiere auf der Berlinale.
Insgesamt neun Filme nehmen am mit 10.000 Euro dotierten Wettbewerb teil. Zu diesen gehören unter anderem "Bound in Heaven", ein Film über Liebe und häusliche Gewalt im heutigen China, das von schwindelerregenden städtischen Räumen und atemberaubenden ländlichen Landschaften geprägt ist, sowie die kapverdische Coming-of-Age-Geschichte "Hanami", welche eine einfühlsame Inselreise zeigt, die traumhafte Bilder mit sozialen Realitäten vermischt.
Während sich das georgische Kino eher auf Neuinterpretationen des anhaltenden Konflikts der Region konzentriert, präsentiert "Holy Electricity" stattdessen eine komische Odyssee im Herzen von Tiflis. Derweil wurde der Film "Kontinental '25", welcher von einer existenziellen Krise einer Gerichtsvollzieherin, die sich einem dramatischen Ereignis stellen muss, handelt, in nur elf Tagen gedreht.
Einen Epochenwechsel bringt indes einer der aktuellen Festivalhits: "The New Year That Never Came" ist ein mitreißender Ensemblefilm über die rumänische Revolution. Während viel über außereuropäische Wirtschaftsmigration gesprochen wird, beschäftigen sich nur wenige Filme mit der Migration innerhalb der EU selbst. So aber "On Falling", der den Alltag eines prekär beschäftigten portugiesischen Arbeiters seziert, der in Schottland versucht, über die Runden zu kommen. "Reflet dans un Diamant Mort" ist die neueste wilde Kreation des dekadenten und scharfsinnigen belgischen Duos Cattet & Forzani.
Unterstützt von den luxemburgischen Les Films Fauves ist dieser nicht klassifizierbare Film auch Teil des diesjährigen Berlinale-Wettbewerbs und hebt luxemburgische Talente hervor, darunter die beeindruckende Céline Camara in einer psychedelischen Neuinterpretation der James-Bond-Girls.
Nicht fehlen darf der Dokumentarfilm-Wettbewerb, welcher erneut die emotionale Bandbreite seines Genres präsentiert, veranschaulicht in experimentellen Essays, Festivalhits und exklusiven Werken. Zum Auftakt gibt's mit "About A Hero“ einen ebenso fröhlichen wie schelmischen Essay zu den Fragen rund um künstliche Intelligenz. Der israelisch-palästinensische Konflikt wurde und wird bereits ausführlich untersucht, dies jedoch nie anhand von Archivmaterial – "A Fidai Film" von Kamal Aljafari ändert das. Beim niederländischen Wettbewerbsbeitrag "Home Game" steht das Thema Archiv ebenfalls im Fokus: Die gebürtige Yugoslawin Lidija Zelović hat darin ihr Privatleben dokumentiert, von ihrer Jugend im von Krieg zerstörten Sarajevo bis zu ihrem Leben in der Wahlheimat Amsterdam.
Die aus internationalen Filmschaffenden und Künstler:innen bestehende Fachjury entscheidet, wer den Sieg davonträgt. In diesem Jahr gehören neben der dänischen Schauspielerin Trine Dyrholm unter anderem auch der irisch-schottische Drehbuchautor Paul Laverty sowie der luxemburgische Regisseur und VFX Artist Jeff Desom dazu. Den Jury-Vorsitz übernimmt der aus dem Iran stammende Regisseur Mohammad Rasoulof.
Und auch für das junge Publikum gibt’s mit dem eigens entwickelten Young Audience Programme eine Auswahl an spannenden Produktionen für mehrere Altersklassen. Dazu zählen unter anderem der Animationsfilm "Das Geheimnis der Perlimps", "Grüße vom Mars" über das Leben mit Neurodiversität sowie die queere Coming-of-Age-Geschichte "Young Hearts". Darüber hinaus werden Workshops, Meetings und weitere Events angeboten.
Außerhalb des Wettbewerbs laufen zudem Filme, die bereits mehrere internationale Preise einheimsen konnten. Zu ihnen zählen unter anderem „In Liebe, eure Hilde“ des deutschen Regisseurs Andreas Dresen sowie „Peaches goes Bananas“ von Marie Losier aus Frankreich.
Begleitend zum Festival wird bis einschließlich 06.04. die Ausstellung „Entre réflexions et immersion“ im Ratskeller der Cercle Cité präsentiert, bei der mit „Ceci est mon Coeur“ (a_bahn) und „Oto's Planet“ (Skill Lab) Werke zu sehen sind, die 2024 in der Immersive Section der 81. Internationalen Filmfestspiele von Venedig Premiere feierten. Das Publikum ist eingeladen, sich auf eine faszinierende Reise der Selbstfindung zu begeben.
Weitere Informationen zum Film-Event gibt's auf luxfilmfest.de.