1985 von Hermann Lewen ins Leben gerufen, steht das moselmusikfestival weit über die Grenzen der Region hinaus für vier Jahrzehnte voller inspirierender Konzerterlebnisse und musikalischer Begegnungen an einzigartigen Spielstätten.
Um das Jubiläumsjahr gebührend zu zelebrieren, wird ab Ende April ein Geburtstagsfest veranstaltet, bei dem der Barocksaal des Kloster Machern als Ursprungsort des Festivals zum Klassik-Hotspot wird. Doch nicht nur dort, auch in der Maria-Magdalena-Kirche in Lüxem, der Kirche Heilig-Geist in Bernkastel-Kues, der ehemaligen Synagoge Wittlich, der Gedenkstätte Hinzert und der Pfarrkirche St. Marien in Zeltingen-Rachtig werden Konzerte präsentiert.
Für den Auftakt sorgen die drei Konzerte "Karl-Heinz Steffens & Friends" am 29. und 30.04. sowie 01.05.: Der gelernte Klarinettist und gebürtige Lüxemer ist seit fünf Spielzeiten Chefdirigent und künstlerischer Berater des schwedischen "Norrköping Symphony Orchestra". Musikalisch unterstützt wird er an den drei Abenden unter anderem von Guy Braunstein an der Violine, Irena Josifoska am Violoncello und Michal Friedländer am Klavier.
Weiter geht's am 03.05. mit der Trierer Blockflötistin Lea Sobbe, die gemeinsam mit Josef Laming am Cembalo in der Kirche Heilig-Geist in Bernkastel-Kues auftritt. Am 04.05. erleben die Zuhörer:innen im Kloster Machern die Symbiose aus Klarinette, Violoncello und Klavier, wenn Pablo Barragán, Tanja Tetzlaff und Boris Kusnezow Werke von Beethoven, Rota, Widmann und Brahms vortragen.
Oli Bott am Vibraphon und Anna Carewe am Violoncello statten dem Kloster Machern am 07.05. einen Besuch ab und performen unter dem Motto "Trance & Rhythm" eine faszinierende Reise durch die Musikgeschichte – von der Klassik bis in die Moderne, von Bach bis Ligeti.
Am 08.05. findet ein Sonderkonzert zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren in der Gedenkstätte des ehemaligen SS-Sonder-, Haft- und Konzentrationslagers Hinzert statt. Zu hören sind das im Kriegsgefangenenlager Stalag VIII-A entstandene "Quatuor pour la fin du temps" von Olivier Messiaën, Viktor Ullmanns letzte Komposition vor seiner Deportation nach Auschwitz, "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke", sowie Mendelssohns Klavier-Trio in d-Moll.
Einen Tag später treten die Musiker des Vision String Quartet im Barocksaal des Kloster Machern auf und stellen neben Stücken von Brahms, Encke, Stoll, Stuart und Disselhorst auch ihre Songwriter-Qualitäten mit eigenen Kompositionen unter Beweis.
Während das Quartetto di Cremona am 10.05. mit Streichquartetten der frühen Klassik, der Romantik und mit Kompositionen der Moderne überzeugt, begeistert das GoldMund Quartett am 11.05. für sein exquisites Spiel und eine facettenreiche Homogenität bei ihren Interpretationen.
Das Ensemble NEO, acht herausragende Solist:innen des NDR Elbphilharmonie Orchesters, bringt am 13.05. Werke von Dvorák und Schubert zu Gehör, tags drauf präsentiert der in Kues lebende Pianist André Terebesi Stücke aus dem Klavieroeuvre des französischen Komponisten Maurice Ravel.
Zur Einstimmung des abschließenden Geburtstagsfest-Wochenendes sorgt das Stephany Ortega Trio am 15.05. mit "Tango Passion!" für argentinische Klänge, bevor die Bratschen Company am 16.05. das Publikum auf einen rasanten Ritt durch Stile und Epochen mitnimmt. Am 17.05. gibt's Chansons mit Anna Veit und GoldMund auf die Ohren, am letzten Tag warten mit Violinist Andrea Cicalese und der Camerata Cusana sowie Christian Schmitt an der Orgel und Trompeter Matthias Höfs gleich zwei Konzerte.
Alle weiteren Infos und die Tickets gibt's auf moselmusikfestival.de.