Trier fand dann offensiv besser in die Partie: Evans Rapieque traf einen Dreier, Hollersbacher und Zirbes legten nach. Urald King brachte die Gladiators schließlich knapp zwei Minuten vor Viertelende per Dreier mit 17:16 erstmals in Führung. Die Schlussphase der ersten zehn Minuten blieb ausgeglichen, ehe Ludwigsburg mit 20:23 das Viertel gewann.
Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts sorgte Marten Linßen für schnelle Punkte, doch Ludwigsburg blieb weiter sehr aggressiv und antwortete mit einem kleinen Lauf zum 28:33 bei 6:40 Minuten Restzeit in der ersten Hälfte. Trier konterte mit Tempo und blieb trotz Problemen an der Freiwurflinie in Schlagdistanz.
Die Partie wurde nun extrem physisch, Foulpfiffe prägten das Spiel. In den letzten Minuten vor der Pause starteten die Gladiators ihren besten Lauf der Halbzeit: Brooks traf zweimal, King verwandelte ein AndOne und Akanno vollendete einen Coast-to-Coast-Drive zum knappen 47:44-Halbzeitstand.
Auch nach der Pause blieb das Spiel eng. Ludwigsburg glich früh per Dreier aus, doch Trier setzte Akzente über ihre Guards Roland und Brooks. Zur Mitte des dritten Viertels stand es nach einer intensiven defensiven Phase 49:48 (24. Spielminute). Die Gladiatoren überzeugten nun vor allem in der Verteidigung: Sie provozierten Ballverluste und zwangen Ludwigsburg zu langen Angriffen, besonders Rapieque glänzte mit starker Mannverteidigung.
Offensiv verhinderten jedoch zahlreiche vergebene Freiwürfe eine größere Führung. Als der Riesen-Forward Sane kurz vor Ende der dritten zehn Minuten mit einem krachenden Dunk und anschließenden Dreier zum Ausgleich traf, blieb es beim 59:59 nach 30 Minuten.
Das Schlussviertel begann mit einer längeren Phase ohne Treffer, ehe Ludwigsburg nach knapp drei Minuten mit 59:61 in Führung ging. Kurz darauf brachte Roland die Gladiators mit einem schnell herausgespielten Fastbreak-Dunk zurück ins Spiel, Brooks legte per Dreier nach – Trier führte 67:66 bei 5:50 Minuten Restzeit auf der Spieluhr. In der entscheidenden, extrem engen und umkämpften Phase arbeiteten die Gladiators stark am Brett und holten wichtige Offensivrebounds, die beispielsweise erneut Roland zum ganz wichtigen Dreier für das 74:68 bei 3:45 verbleibenden Minuten nutzte.
Doch Ludwigsburg antwortete erneut und glich zwei Minuten vor Schluss zum 77:77 aus. In der finalen Crunchtime bewiesen die Gladiators Nervenstärke: Linßen und Brooks trafen von der Freiwurflinie, bevor Guillozet bei 15 Sekunden Rest mit zwei Freiwürfen auf 83:80 stellte und kurz darauf nach unsportlichem Foul beide Würfe zum Endstand von 85:80 verwandelte. Auch Jordan Roland durfte nach schnellem Foul noch mal an die Freiwurflinie, von wo er den letztlich verdienten und hart erarbeiteten 86:80-Endstand herstellte.
So gewannen die VET-CONCEPT Gladiators in einer ausverkauften MHPArena in Ludwigsburg ihr nächstes Spiel und sichern sich – zumindest für den Samstagabend – erneut die Tabellenführung der easyCredit BBL.
Das nächste Heimspiel ist am 13.12.2025 in der SWT Arena, zu dem die Gladiatoren Derbygegner Bonn erwarten. Tickets gibt's hier.