Jonas Grof, Chase Adams, Thomas Grün, Jonathan Dubas und Brody Clarke – so lautete die Starting Five der Römerstrom Gladiators beim Auswärtsspiel in Kirchheim. Center Austin Wiley hatte während des Aufwärmens über Schmerzen im Knie geklagt und war daraufhin kurzfristig ausgefallen. Eine Diagnose steht aktuell noch aus. Nichtsdestotrotz begann die Partie von beiden Seiten mit viel Tempo und einer sehr geringen Fehlwurfquote. Die Knights konnten das Rotationsspiel der Trierer nicht stoppen und lagen dadurch schnell zurück. Die Gladiators beeindruckten mit einer 100-prozentigen Dreierquote (8/8) und führten somit nach einem unterhaltsamen ersten Viertel mit 20:30.
Anders als der erste Spielabschnitt starteten die Gäste mit einigen Fehlwürfen und Flüchtigkeitsfehlern ins zweite Viertel. Das nutzten die Hausherren aus und egalisierten mit einem 11:2-Lauf den Vorsprung der Trierer. Mit einem Dreier sicherten sich die Knights dann sogar noch die Führung zur Halbzeitpause – 45:44.
Auch nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Kirchheimer wacher und offensivfreudiger. Mitte des dritten Viertels hatten sich die Gastgeber mit elf Punkten abgesetzt, während die Gladiators völlig den Anschluss zu verlieren drohten. Mit 64:55 ging es in das finale Viertel.
Im letzten Spielabschnitt war die Luft aus Gladiators-Sicht raus. Das Team von Marco van den Berg fand nicht zurück ins Spiel und eine Aufholjagd blieb gegen die clever agierenden Knights aus. Zwar verkürzten die Trierer zwischenzeitlich auf sechs Punkte, doch am Ende stand ein 82:72 zugunsten Kirchheims.
Für Gladiators-Coach van den Berg war es nicht nur im Hinblick auf die Playoffs eine ärgerliche Pleite: „Eine insgesamt sehr schmerzhafte Niederlage. Vor allem, weil wir unsere Zweikämpfe nicht gewinnen konnten und Kirchheim eine höhere Intensität zeigte. Ich bin dafür verantwortlich, dass die Mannschaft auf diesen Kampf vorbereitet ist und das war sie heute offensichtlich nicht. Wir haben sehr unkonzentriert agiert, was die vielen Ballverluste belegen. Die Dreier zu Beginn haben es etwas verhüllt, dass wir zwar mit Selbstvertrauen, aber der völlig falschen Intensität in dieses Spiel gegangen sind. Daher ein völlig gerechtfertigter Sieg für Kirchheim. Glückwunsch.”