Auch die Gastgeber zeigten guten Teambasketball und nutzten jede noch so kleine Lücke in der Trierer Defense. So verlief das erste Viertel weiterhin sehr ausgeglichen und offensivgeprägt und mit 34:38 aus Trierer Sicht ging es in die erste Viertelpause der neuen Saison.
Mit zwei getroffenen Dreiern eröffnete Jordan Roland das zweite Viertel für die Gladiatoren und stellte auf 40:40 (12.). Über Offensivrebounds sicherte sich Braunschweig nun häufiger zweite Chancen und blieb ebenfalls sehr treffsicher von außen. Trier leistete sich nun vermeidbare Fehler im Aufbauspiel, die die Löwen mit schneller Transition bestraften und ihre Führung auf 51:56 erhöhten (17.).
In den letzten Ballbesitzen vor der Halbzeit waren es die Gladiatoren, die über die Transition erfolgreich waren und gleich zweimal in Folge Austin Crowley frei vorm Korb in Szene setzen. Die richtige Antwort aus Braunschweiger Sicht fand erneut Devin Askew mit zwei weiteren Dreiern zum Halbzeitstand von 61:66.
Der Start ins dritte Viertel gehörte den Gästen von der Mosel, die mit stabiler Defensive und gutem Umschaltspiel eine nächste Trierer Führung herausspielten (73:69, 23.). Zwar attackierten die Gladiatoren nun gut den Braunschweiger Korb und brachten die Löwen so früh über die Teamfoulgrenze, konnten aus den folgenden Angriffen aber zu wenig Kapital schlagen.
Mit eigenen Treffern von der Drei-Punkte-Linie sorgten die Hausherren für einen Momentum-Switch und starteten einen eigenen Lauf auf 80:89 (27.). Bis zum Ende des Viertels blieb die Defensive der Gladiators nicht nah genug an den Schützen der Löwen, die weiter stark von außen trafen und mit einer Führung von 87:98 in die letzte Viertelpause gingen.
Auch zum Start in den Schlussabschnitt blieb Braunschweig hoch fokussiert, während sich die Gladiatoren erneut eine fehlerbehaftete Phase erlaubten. Auch die zuvor noch starken Trierer Wurfquoten gingen nun etwas zurück und die Löwen hielten ihre Führung konstant aufrecht – 89:104 (33.). Erst in den letzten Minuten der Partie gelang den Gladiatoren ein letztes Aufbäumen, welches Moritz Krimmer mit zwei getroffenen Dreiern einläutete – 105:112 bei knapp zwei Minuten Restzeit auf der Spieluhr.
Defensiv stoppten die Moselstädter die Uhr mit Fouls, konnten die Partie letztlich aber nicht mehr drehen. In einem stark offensivgeprägten Auftaktspiel in die easyCredit BBL-Saison 2026/27 unterlagen die VET-CONCEPT Gladiators Trier den Basketball Löwen Braunschweig mit 107:116.
Jacques Schneider, Headcoach der VET-CONCEPT Gladiators: "Erst mal Glückwunsch an Braunschweig, die heute über 40 Minuten die bessere Mannschaft waren. Wir haben offensiv sicherlich das abgerufen, was wir können und wo wir stehen wollen. Wir haben es von Anfang an aber nicht verstanden, das Tempo bei Braunschweig rauszunehmen und die individuell starken Werfer herauszufordern. Dadurch ist es ein Open-Court-Game geworden und wir hatten auswärts hintenraus nicht mehr die Körner, um zurückzukommen. Wir müssen im nächsten Spiel wacher sein und vor allem defensiv präsenter sein. Das Spiel mit unseren Neuzugängen war eine gute Erfahrung für uns und wir werden uns im nächsten Spiel besser zeigen."
Der erste Heimauftritt der Gladiatoren im Rahmen des Doppelspieltags in der SWT Arena steht am Freitag, 25.09., gegen Bonn an.