Eine lange Tradition und Erfahrung in der Edelsteinbearbeitung in Verbindung mit Innovation und mutigem Ausprobieren: 20 kreative Künstler:innen fertigen in ihren Handwerksbetrieben an zwei Tagen kleine und große Kostbarkeiten an. Dabei werden sowohl klassische Materialien wie Gold, Silber, und Edelsteine als auch Samenkapseln, Blätter, Häkelgarn oder Porzellan zu individuellen und außergewöhnlichen Schmuckstücken verarbeitet. Durch unterschiedliche Arbeitsweisen und neue Gestaltungsansätze entsteht eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von Schmuckstücken für jeden Geschmack.
Grenzenlos und individuell – so kann man die Arbeiten von Carmen Hauser beschreiben. Schmuckmachen ist für sie das Zusammenfügen von Material, Form und Technik in seiner grenzenlosen Vielfalt. Es gibt keine Grenzen zwischen Schmuck, Mode, Design, Kunst, Objekt – stattdessen bilden sie eine Einheit. Wichtig sind der Künstlerin die Nahtstellen, an denen scheinbar unzusammenhängendes zu einer ungewöhnlichen und neuen Einheit verschmilzt.
Die gebürtige Stuttgarterin Schmuckdesignerin Tanja Falkenhayner steht hinter dem Namen Emmert Design. In Idar-Oberstein, Deutschlands Zentrum für Edelsteinbearbeitung, hat die Künstlerin Ihre Liebe zu den schönen Steinen entdeckt. Heute geht sie über das klassische Handwerk hinaus: Frei nach dem Motto „Widersprüchliches wagen, Undenkbares ausprobieren“ entsteht Schmuck, der für Überraschungen gut ist.
Auch Esther Ackermann liebt Steine. Zuerst befinden sich diese noch in einer von der Natur gegebenen, groben und rauen Form. Sobald die Designerin einen Stein findet, der ihr gefällt, formt und begleitet sie ihn und hebt durch Schleifen und Polieren dessen Vorzüge hervor. Das Metall bildet anschließend den Rahmen für den Stein, um als ästhetisches Ganzes zu wirken.
Mythologische Geschichten des Nordens und der Hunsrücker Wald haben es indes Jennifer Sauer angetan. Die Edelstein- und Schmuckdesignerin entwirft und fertigt Ihre einzigartigen konzeptionellen Arbeiten aus Edelmetall und Edelsteinen zum Thema „ANDERSWELTEN: Von Fantastisch Realem und Real Fantastischem“ in Ihrem Atelier in Stipshausen.
Die Leidenschaft der Diplomdesigner Claudia Adam und Jörg Stoffel gilt seit 25 Jahren dem Entwickeln und Schleifen von Edelsteinen. Die beiden experimentieren mit neuen Schliffen und Materialkombinationen und kreieren handgeschliffene Unikate aus Edelstein. Ergänzt wird die Edelsteinkollektion durch die Produktlinie „Voilà“, welche Nachhaltigkeit und Design in Einklang bringt.
Die Kombination edler Materialien charakterisieren derweil die Schmuckkollektion von Gaby Wandscher – Porzellan, Edelsteine und Edelmetalle werden durch eine eigenwillige Art und Weise zu einer einzigartigen Art von Schmuck verbunden. Das in einem anderen Zusammenhang schon lange bekannte Material Porzellan wird in einen anderen modernen Kontext gesetzt. Je nach Stimmung und Vorlieben gibt es Schmuckstücke von verspielt pompös zu zart und still.
Die Schmuckkollektionen von Karin Drochner besitzen eine Verspieltheit, welche nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist. Durch die Verwendung gleicher Module entsteht ein faszinierendes Licht-Schattenspiel. Edelmetall in Kombination mit Edelsteinen oder Emaille unterstützen die Lebendigkeit der Stücke.
Die ersten Schmuckstücke von Simone Drechsel entstanden 2009 nach Naturvorlage. Seit jeher achtet sie auf Größe, Form und Struktur; die in Silber oder Messing gefertigten Stücke werden abschließend mit farblichen Metallveredelungen in Szene gesetzt. Dabei ist es der Künstlerin wichtig, die eigentliche Form der einzelnen Pflanzen in den Vordergrund zu stellen und so wenig wie möglich hinzuzufügen.
Mit eigenen Händen Schönes erschaffen und Menschen damit berühren – so lautet das Credo der Goldschmiede Stellwagen. Hier werden wertvolle Materialien und kostbare Edelsteine zum Leuchten gebracht und in individuelle Schmuckstücke umgesetzt.
Geprägt durch die Vielfalt der Edelsteine in ihren besonderen Farben, außergewöhnlichen Formen und Bearbeitungsmethoden, entstehen in der Goldschmiede Wolfgang Wild Schmuckstücke als kleine Kunstwerke, die Skulpturen anmuten. Trotz klar reduzierten Linien und Formen sowie Abstraktheit wirken diese nicht kalt, sondern strahlen einen zeitlosen Charme aus.
Geöffnet haben die Werkstätten jeweils von 10 bis 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Alle Infos gibt's auf offene-werkstaetten-idar-oberstein.de.