Die Weihnachtsdekoration ist aufgestellt, das Menü für Heiligabend geplant – nun fehlt nur noch der richtige Weihnachtsbaum. Das ist leichter gesagt als getan, denn es gibt verschiedene Arten, deren Beschaffenheit sowohl Vor- als auch Nachteile bieten.
Den Verkaufszahlen zufolge ist die Nordmanntanne der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen. Die Gründe für den ersten Platz sind vielseitig: Einerseits besticht sie durch dunkelgrüne, weiche und nicht piksende Nadeln – somit können auch die Kinder beim Schmücken helfen. Andererseits eignet sie sich aufgrund einer guten Haltbarkeit und einem buschigen, kräftigen Wuchs sehr gut als Christbaum für beheizte Wohnzimmer. Zusätzlich können die kräftigen Tannenzweige auch schwereren Christbaumschmuck tragen.
Wer einen ausgeprägteren Tannenduft mag, sollte sich eine Edeltanne, auch Nobilis-Tanne genannt, oder eine Blaufichte aussuchen. Diese beiden eignen sich darüber hinaus für den Einsatz echter Kerzen. Die Douglasie hat zwar eine Haltbarkeit von zwei bis drei Wochen, besitzt jedoch dünne Äste, was nur leichten Christbaumschmuck zulässt. Ebenso verhält es sich mit der Rotfichte, die dafür aber die am häufigsten vorkommende Baumart in Deutschland und daher die günstigste ist.
Wer auf den Preis achtet, greift zur Fichte, die jedoch aufgrund ihrer kurzen Haltbarkeit erst kurz vor dem Weihnachtsabend geschlagen, aufgestellt und geschmückt werden sollte. Höherpreisige Exemplare sind beispielsweise die Colorado-Tanne sowie die Korea-Tanne.
Um den Tannenbaum so lange wie möglich frischzuhalten, eignet sich ein Weihnachtsbaumständer mit Wassertank. Diesen befüllt man am besten mit normalem Leitungswasser, häufig wird der Zusatz von etwas Zucker empfohlen. Ein großer Weihnachtsbaum verbraucht in drei Tagen etwa einen Liter Wasser, sodass man am besten regelmäßig nachgießt. Um vorzeitiges Nadeln zu verhindern, sollte man den Baum nicht direkt neben der Heizung oder einem Ofen platzieren, außerdem hilft es, dessen Zweige mit Wasser zu benetzen.
Der Weihnachtsbaumverkauf startet einige Wochen vor dem Fest und bietet eine Vielzahl an Exemplaren jeglicher Größe, Art und Form. Wer selbst Hand anlegen möchte, kann den Baum selbst schlagen. Das Christbaumschlagen hat nicht nur Tradition, sondern bereitet Alt und Jung großen Spaß. Zusätzlich kann der Stamm eines frisch geschlagenen Baumes leichter Wasser aufnehmen. Immer häufiger bieten Baumschulen passende Events dazu an, bei dem es um Geselligkeit mit Glühwein, Lebkuchen und Co. geht.
Während bei der Wahl des richtigen Tannenbaums einige Punkte zu beachten sind, kann man beim Schmücken der Kreativität freien Lauf lassen. Ob klassisch mit Äpfeln, Strohsternen und echten Kerzen oder moderner mit LED-Lichterkette und bunten Baumkugeln: Jeder Weihnachtsbaum ist auf seine Art und Weise ein Unikum. So viel steht jedenfalls fest: Mit dem passenden Baum steht einem besinnlichen Weihnachtsfest nichts mehr im Wege.