Die Wurzeln der 2026 erstmals und zukünftig alle drei Jahre stattfindenden Rheinland-Pfalz Triennale liegen in der Landeskunstschau – eine Traditionsveranstaltung, die sich als eine der bedeutendsten Ausstellungen für Bildende Kunst im Land etabliert hat. 2022 folgte mit "Flux4Art" eine Neukonzeption an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten. Nun geht die erste Rheinland-Pfalz Triennale mit dem Ziel an den Start, zu einer landesweiten Plattform für Gegenwartskunst zu werden.
Veranstaltet vom Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Rheinland-Pfalz im Bundesverband e.V. und unter der Leitung des kuratorischen Teams um Dr. Carolin Heel, Norina Quinte und Stefanie Schmeink zeigt das mehrwöchige Event einen Querschnitt zeitgenössischer Kunst aus unserem Bundesland – von Malerei und Fotografie über Installation und Performance bis hin zu digitalen Exponaten sind die unterschiedlichsten Formen und Medien mit dabei.
Bis September 2025 hatten Kunstschaffende mit Rheinland-Pfalz-Bezug die Möglichkeit, sich mit ihren Arbeiten zu bewerben. Anschließend entschied eine unabhängige, hochkarätig besetzte Jury über die Auswahl der 53 gezeigten künstlerischen Positionen.
Zu den teilnehmenden Künstler:innen zählt unter anderem Juan Bermúdez: Der in Bogotà geborene und heute im Rhein-Main-Gebiet lebende multidisziplinäre Künstler hat Musik-Toningenieur an der Javeriana Universität Bogotá sowie Klangkunst Komposition an der Hochschule für Musik Mainz studiert. Im Zentrum seiner Arbeiten steht die Frage, wie Zeit organisiert und erlebt wird.
Die gebürtige Landauer Konzeptkünstlerin Viviane Feitner beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Menschen und Natur an den Orten, an denen sie zusammentreffen: dem urbanen Raum – umfassend von Menschen gestaltet und Lebensraum für uns und etliche weitere Lebewesen.
Während das 2023 in Karlsruhe gegründete interdisziplinäre Künstler:innenkollektiv FRANCIS KARAT eine künstlerische Praxis entwickelt, die den Austausch zwischen Tradition und Technologie erforscht, liegt der Fokus von Komponistin und Klangkünstlerin Danbi Jeung aus Südkorea auf Instrumentaler und Elektronischer Komposition mit Klängen aus ihrer Umgebung.
Die Mainzer Objektkünstlerin Katrin Nicklas untersucht in raumgreifenden Installationen unterschiedlichste Formen und Muster durch den Prozess der mehrfachen Wiederholung, der Fotograf und studierte Kommunikationsdesigner Levin Oehler stellt Fragen zu Bedürfnissen und Identitäten in sozialen, politischen und kulturellen Strukturen.
Die Bildende Künstlerin und Filmemacherin Silke Schönfeld stammt aus Idar-Oberstein und studierte an den Kunstakademien in Düsseldorf und Münster. Ihre filmischen Arbeiten bewegen sich zwischen Installation, Inszenierung und dokumentarischem Film, thematisch geht es um die Auseinandersetzung mit sozialen Medien und der allgegenwärtigen Bilderflut.
Als Ergänzung zur kuratierten Ausstellung dient das offene Format "DIE LOKALE": Hier können Initiativen, Vereine, Einzelpersonen und Kulturschaffende aus Trier und Umgebung ihre eigenen Beiträge realisieren.
Neben zentralen Locations wie Landesmuseum, Tufa und Kunsthalle dienen auch öffentliche Räume sowie die römischen Baudenkmäler Triers als einzigartige Ausstellungsorte – letztere passend zum 40-jährigen Jubiläum des UNESCO-Welterbestatus.
Alle weiteren Infos gibt's auf rheinland-pfalz-triennale.de.