Nach sieben Jahren und zahlreichen Spielen im Trikot der Trierer Profibasketballer macht Jermaine Bucknor Schluss. In der vergangenen Saison verletzte sich der Kanadier in der Pre-Season an der Hüfte und stand den Gladiators damit nur im Auftaktspiel der ProA zur Verfügung – eine notwendige OP und anhaltende Knieprobleme verhinderten ein Comeback. Diese körperlichen Rückschläge führten Bucknor nun zum Entschluss, dass sein Körper keine weitere Saison auf dem notwendigen Niveau zulässt.
Dennoch bleibt der 37-Jährige dem Basketball und Trier treu: Da der Kanadier eine Trainerlaufbahn anstrebt, ermöglichen die Römerstrom Gladiators ihrem ehemaligen Spieler eine zweimonatige Hospitation. Zunächst wird Bucknor jedoch seine erste Trainerlizenz erwerben.
Für Gladiators-Geschäftsführer Achim Schmitz ist diese Unterstützung selbstverständlich: "Wir sind Buck unendlich dankbar für alles, was er in seiner Zeit im Trierer Basketball geleistet hat. Er war stets eine Identifikationsfigur und hat viele Fans mit seiner Art auf und neben dem Platz begeistert. Leider ist jedoch der Zeitpunkt gekommen, an dem sein Körper keine weitere Saison auf diesem hohen Niveau zulässt. Umso mehr wünschen wir Jermaine viel Erfolg bei seiner anstehenden Trainer-Lizenz. Wir möchten ihn bei seinem Start in seine zweite Karriere unterstützen und haben ihm angeboten, seine Hospitation über zwei Monate hier bei uns in Trier zu absolvieren. Natürlich hoffen wir auch, dass wir ihm so beim ersten Saison-Heimspiel der kommenden Saison einen gebührenden Abschied in der Arena Trier gemeinsam mit unseren Fans geben können, das hat er sich mehr als verdient."
Nach einer langen Karriere überwiegt bei Bucknor jedoch die Vorfreude auf kommende Aufgaben: "Zuerst möchte ich meiner Familie für ihre bedingungslose Unterstützung, über die ganze Zeit meiner langen Karriere, danken. Ohne sie hätte meine Karriere nicht so toll verlaufen können, wie sie verlaufen ist. Meine Familie an der Seitenlinie zu wissen, war etwas, was mir unglaublich viel Kraft gegeben hat und es ist das, was ich an meiner Karriere am meisten schätze. Man sagt, ein Profisportler stirbt immer zweimal im Leben, einmal am Ende seiner Karriere und einmal am Ende seines Lebens. So möchte ich es bei mir nicht sehen, denn ich bin extrem dankbar dafür, so eine lange und tolle Karriere gehabt zu haben und eine lange Zeit in einer wundervollen Stadt wie Trier verbringen durfte. Ebenso möchte ich meinen engen Freunden und natürlich den Fans für ihre Unterstützung danken. Wir haben einige Höhen und Tiefen in Trier erlebt, diese überwunden und sind stärker zurückgekommen. Wie Gladiatoren! Es war eine unglaubliche Reise und es macht mich froh und stolz, die Unterstützung für den Basketball in dieser einzigartigen Stadt zu erleben. Zuletzt möchte ich mich beim Management der Gladiators bedanken. In meiner Zeit hier haben wir eine großartige Beziehung entwickelt und ich bin der Geschäftsführung sehr dankbar für die Möglichkeit, unter Coach Marco van den Berg erste professionelle Coaching-Erfahrungen sammeln zu dürfen."