Kultur

Saison 2021/22 beendet: Gladiators scheiden aus den Playoffs aus

Trierer Basketballer verlieren bei den Bayer Giants Leverkusen mit 75:80

Im ersten Entscheidungsspiel der Viertelfinalserie schickte Gladiators-Headcoach Pascal Heinrichs Garai Zeeb, Parker van Dyke, Jonas Grof, Enosch Wolf und Austin Wiley als Starting Five auf das Parkett der Leverkusener Ostermann Arena. Beide Teams fanden gut in die Partie und trafen hochprozentig aus dem Feld. Auch die Defensive war auf beiden Seiten erneut von Intensität und Physis geprägt. Nach viereinhalb Minuten stand es 11:13 für die Gastgeber, die offensiv sehr gute Entscheidungen trafen und immer wieder Missmatches generieren konnten. Aber auch die Gladiatoren zeigten sich wach, erspielten gute Würfe aus dem Inside-Out-Spiel und arbeiteten hart im Rebounding. Nach einem sehr ausgeglichenen Start-Viertel stand es 23:22 für Trier.

Auch das zweite Viertel begann mit hoher Intensität auf beiden Seiten. Die Trierer versuchten weiterhin, ihre starken Big Men in Szene zu setzen und auch die Leverkusener kamen immer wieder zu leichten Punkten am Brett. Zwar fielen die Dreier auf Seiten der Gäste weiterhin gut, dafür ließ man zu oft einfache Würfe aus dem Zwei-Punkte-Bereich liegen. Dennoch blieb das Spiel ausgeglichen, vor allem defensiv bestraften beide Mannschaften jeden Fehler eiskalt und gingen sehr hohes Tempo. Die hohe Intensität der Partie zeigte sich zur Mitte des zweiten Viertels, als die Gladiatoren in einer hitzigen Phase zwei technische Fouls kassierten und die Giants mit 36:38 in Führung gehen konnten (15. Spielminute). Dennoch blieben die Moselstädter im Spiel und gingen mit nur einem Punkt Rückstand in die Halbzeitpause – 44:45.

Die Rheinländer fanden nun aber den besseren Start in die zweite Hälfte, ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen und zwangen die Gladiators zu schweren Würfen. Nach zweieinhalb Minuten führten die Gastgeber so mit 46:53. Weiterhin versuchten die Trierer, ein hohes Tempo zu gehen und das Spiel schnell zu machen, was letztlich auch zum Erfolg führte und man erneut ausgleichen konnte (55:55, 26. Spielminute). Bis zum Viertelende wurde die Partie etwas hektischer und die hohe Physis im Positionskampf und der Eins-gegen-Eins-Verteidigung führte zu vielen Foulpfiffen und Freiwürfen nach Erreichen der Teamfoulgrenze. Letztlich waren es die Gladiatoren, die das Viertel besser zu Ende spielten, im Set-Play gute Würfe kreierten und mit einer Führung von 60:63 in die letzte Viertelpause gingen.

Zu Beginn des letzten Viertels entwickelte sich erneut ein echter Schlagabtausch, bei dem beide Teams jeden kleinen Fehler defensiv sofort bestraften und jeder Rebound hart erarbeitet werden musste. Keine Seite konnte sich entscheidend absetzen, gut vier Minuten vor Ende der Partie stand es 68:68. Leverkusen forcierte das Pick and Roll, meist mit Shooting Guard Spencer Reaves, der erneut unglaublich treffsicher aus der Mitteldistanz auftrat. Die Gladiatoren hatten weiterhin Probleme aus dem Zwei-Punkte-Bereich, konnten sich durch viele Rebounds am offensiven Brett aber immer wieder zweite Würfe sichern. So entwickelte sich erneut ein echtes Herzschlagfinale, anderthalb Minuten vor Ende führten die Moselstädter mit 75:73. Letztlich waren es aber die Bayer Giants, die die besseren Nerven zeigten. Während auf Trierer Seite nun kein Wurf mehr fallen wollte, spielten die Leverkusener weiterhin clever im Eins-gegen-Eins und drehten das Spiel 33 Sekunden vor Schluss auf 75:77. Nun mussten die Gladiators die Uhr stoppen, die Giants blieben jedoch nervenstark an der Linie und erhöhen die Führung bis zum Spielende auf 75:80.

Pascal Heinrichs: "Es ist natürlich extrem bitter für uns, dass wir das nicht holen konnten heute. Glückwunsch an Leverkusen. Sie haben uns gezeigt, wo unsere Schwächen sind und es einfach sehr gut gemacht. Leider hat es so am Ende für uns nicht gereicht. Ein riesiges Dankeschön an die Fans, die uns über die ganze Saison unglaublich unterstützt haben und Danke an die Jungs für eine ganz besondere Saison. Die Mannschaft kann wirklich stolz auf sich sein, genauso wie wir alle stolz auf dieses Team sein können."