Den Papst entführen, das klingt zunächst einmal nach einer klaren Rollenverteilung. Was soll da schon großartig falsch laufen? Dies dachte sich auch der Kidnapper, als er das geistliche Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche in seine Gewalt brachte. Doch schon bald gerät das vermeintlich einfache Szenario aus den Fugen, denn der Pontifex ist alles andere als ein gewöhnliches Entführungsopfer. Kurzerhand dreht er mit Witz und Eigensinn den Spieß um, hält dem Kidnapper den Spiegel vor und entwickelt schließlich seine eigenen Vorstellungen davon, wie die Entführung weitergehen soll.
Während die beiden miteinander verhandeln, mischen sich immer mehr Menschen ein: Zunächst die Familie und die Kirche, dann die Polizei und das Militär – und schließlich die ganze Weltöffentlichkeit. Aus einer Entführung wird ein zunehmend absurdes Ringen darum, wer hier eigentlich das Sagen hat.
Die bissige Komödie in zwei Akten des ungarisch-brasilianischen Dramatikers und Regisseurs Joao Bethencourt feierte 1972 ihre Erstaufführung und ist der weltweit größte Erfolg des Künstlers sowie sein bekanntestes Werk. Im Kleinen Saal der Tufa Trier wird das Stück von Regisseurin Sandra Karl und Regisseur Matthias Beer inszeniert.
Beginn der Vorstellungen ist jeweils um 20 Uhr, an den beiden Sonntagen hebt sich der Vorhang um 17 Uhr. Die Karten sind für 23,- Euro bei Ticket Regional erhältlich, Schüler:innen, Studierende und Rentner:innen zahlen ermäßigt 20,55 Euro.
Alle weiteren Infos gibt's auf satiricon-theater.de.