Mit fortlaufender Spielzeit nahm das Inside-Spiel ab und das Spieltempo nach zu. Dank schnellerer Transition und besserer Wurfquoten – vor allem aus der Mitteldistanz – führten die Eisbären nach den ersten zehn Spielminuten mit 17:24.
Auch im zweiten Viertel blieben die Gäste aus dem Norden effektiver. Defensiv übte man viel Druck auf die Trierer Ballhandler aus und trotz gewohnt starker Ballbewegung bei den Gladiatoren erspielte man sich nur selten freie Würfe. So blieben die Trefferquoten der Moselstädter ausbaufähig, während die Bremerhavener immer besser in Fahrt kamen. Zur Mitte des zweiten Viertels erspielten sich die Eisbären eine Führung von zehn Punkten (22:32) – diesen Rückstand konnten die Gladiatoren bis zur Halbzeitführung jedoch wieder ausgleichen. Mit 42:43 ging es für beide Mannschaften in die Halbzeitansprache.
Nach dem Seitenwechsel starteten beide Mannschaften wild in die zweite Halbzeit und suchten schnelle Abschlüsse aus dem Eins-gegen-Eins, was zu einer erneuten Erhöhung des Spieltempos führte. Auch die Physis bei gestellten Blöcken und im Kampf sowie die Rebounds nahmen merklich zu, doch die Trierer Trefferquoten blieben weiterhin gering. Den Gästen gelang es nun immer wieder, erfolgreich aus der Mitteldistanz abzuschließen und auch das Rebounding besser zu kontrollieren. So ging es mit einem erneuten Rückstand von 52:61 in die letzte Viertelpause.
Im letzten Spielabschnitt setzte sich der Trend aus den vorherigen Vierteln fort und die Gladiatoren hatte große Probleme, selbst freie Distanzwürfe zu versenken. Auch defensiv fand man kaum Antworten auf das Eins-gegen-Eins der Guards aus Bremerhaven. In den letzten Minuten der Partie liefen die Eisbären noch mal richtig heiß und versenkten in den finalen Angriffen des Spiels nahezu jeden Distanzwurf. So erhöhten die Gäste ihren Vorsprung deutlich und mit 68:87 mussten sich die VET-CONCEPT Gladiators Trier letztlich geschlagen geben.
Jacques Schneider, Headcoach der VET-CONCEPT Gladiators: "Glückwunsch an Bremerhaven. Danke an über 3.000 Trierer Fans, die uns erneut eine tolle Atmosphäre geschaffen haben. Wir haben es heute nicht geschafft, unser Spiel zu finden, Bremerhaven hat vieles richtig gemacht und uns vor Probleme gestellt. Wir müssen Konstanz finden für die Saison, wir kommen aus zwei guten und siegreichen Spielen und mussten heute eine Niederlage einstecken, die am Ende deutlicher ausfällt, als das Spiel in Wirklichkeit war. Wir müssen unseren Rhythmus finden und gut trainieren. Wir müssen intensiver ins Spiel kommen, physischer sein und dem Gegner unser Spiel aufzwingen. Das haben wir heute nicht geschafft."
Das nächste Ligaspiel findet am 26.10. in Jena statt.