Stadtleben

Shutdown verlängert bis 31. Januar

Schärfere und zusätzliche Coronamaßnahmen treten in Kraft

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus weiter zu senken und Infektionsketten zu durchbrechen, wurden strengere und neue Maßnahmen seitens der Bundesregierung ergriffen. Diese betreffen sowohl eine Verlängerung des aktuellen Shutdowns als auch weitere Kontaktbeschränkungen.

Laut Malu Dreyer zeige der Shutdown im Dezember Wirkung, denn es sei gelungen, die Neuinfektionen mit Corona zu senken, die Inzidenz sei von über 170 auf 110 zurückgegangen. "Das ist ein Erfolg zum Jahresauftakt, aber er kann uns nicht ruhen lassen. Daher sind weitere Kontaktbeschränkungen notwendig, um Ansteckungen zu vermeiden", sagte die Ministerpräsidentin im Anschluss an die gestrige Bund-Länder-Schalte. Deshalb wurde zum einen der aktuelle Shutdown vorerst um drei Wochen bis zum 31. Januar verlängert. Zum anderen gilt bzgl. Kontaktbeschränkungen ab sofort: Wie bereits zu Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen März soll nur noch ein Hausstand plus eine weitere Person zusammenkommen dürfen.

Landkreise, bei denen die 7-Tages-Inzidenz bei über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt, müssen sich auf zusätzliche lokale Maßnahmen einstellen. So erfolgt beispielsweise die Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort, sofern kein triftiger Grund vorliegt. Dabei stellen touristische Tagesausflüge explizit keinen triftigen Grund dar.

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt künftig eine doppelte Testpflicht. Das bedeutet, der Test muss entweder innerhalb von 48 Stunden vor oder unmittelbar nach der Einreise erfolgen. Was weiterhin Betand hat, ist die zehntägige Quarantänepflicht. Diese kann vorzeitig beendet werden, sobald ein negatives Testergebnis eines frühestens am fünften Tag der Quarantäne erhobenen Coronatests vorliegt.

In Schulen wird in den kommenden zwei Wochen (bis 22. Januar) grundsätzlich Fernunterricht abgehalten (das Abitur ab 07. Januar bleibt gewährleistet). Neben den Schulen bleiben auch die Kitas für jene Kinder geöffnet, die nicht zuhause betreut werden können. Für die Betreuung zuhause gibt es bis zu 20 Tage zusätzliches Kinder-Krankengeld.

Es gibt auch gute Nachrichten: "Stand heute (05. Januar) haben wir schon mehr als 11.500 Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen geimpft. Damit werden jetzt schon mehr Menschen täglich geimpft, als sich neu mit Corona anstecken. Wir haben konsequent mit den Alten- und Pflegereinrichtungen begonnen, weil bei ihnen mit den schlimmsten Auswirkungen zu rechnen ist. Seit gestern können aber auch alle anderen der ersten Impfgruppe Termine vereinbaren. Bereits jetzt sind fast 60.000 Termine vergeben und weitere 25.000 Menschen im Terminpool registriert worden. Und sobald verlässlich mehr Impfstoff zur Verfügung steht, werden wir auch zusätzliche Termine vergeben. Hier ist jetzt die Bundesregierung in der Pflicht", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.