Im weiteren Verlauf des ersten Viertels nahmen den Gladiatoren die Physis besser an und spielten sich vor allem über Punkte am Brett zurück in die Partie. Die Dreierquoten blieben auf beiden Seiten ausbaufähig und letztlich ging es mit 18:20 aus Trierer Sicht in die erste Viertelpause.
Auch im zweiten Viertel blieb die Partie physisch und umkämpft. Beide Teams schenkten sich defensiv nichts und kamen nur sehr selten zu einfachen Abschlüssen. So entwickelte sich ein knappes Spiel, in dem es keiner Mannschaft gelang, sich abzusetzen. Weiterhin wollten die Dreier auf Trierer Seite nicht fallen, doch auch auf Crailsheimer Seite blieben die Wurfquoten unter dem bisherigen Saisonschnitt.
Die Merlins konnten in den letzten Minuten der ersten Halbzeit nochmals besseren Zugriff auf die Partie bekommen und ihren bisher knappen Vorsprung auf neun Punkte ausbauen – mit 35:44 ging es für beide Mannschaften in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gladiatoren offensiv etwas besser in die Partie und erspielten sich dank schneller und präziser Ballbewegung gleich mehrere gute Abschlüsse. Doch auch die Merlins fanden nun bessere offensive Lösungen und waren vor allem aus der Mitteldistanz sehr gefährlich. Das Spiel blieb ausgeglichen, doch wie schon in der ersten Halbzeit konnten die Gäste ihren knappen Vorsprung verteidigen und ließen die Moselstädter nur schwer zurück in die Partie finden.
Während die Gladiatoren zwischenzeitlich noch mal auf 60:62 (26. Spielminute) an die Merlins herankamen, zogen diese bis zum Ende des vorletzten Viertels noch einmal auf 67:74 davon und stellten die Trierer so vor eine schwierige Aufgabe im letzten Spielabschnitt.
Auch im letzten Viertel blieb die Crailsheimer Defense sehr agil, aggressiv und dadurch erfolgreich. Zwar kontrollierten die Gladiatoren den Rebound und sicherten sich häufiger zweite Chancen, hatten jedoch weiterhin Probleme, Tempo aufzubauen und ihren offensiven Rhythmus zu finden. Dank einer verbesserten Distanzwurfquote auf Crailsheimer Seite wuchs die Führung der Gäste zur Mitte des vierten Viertels weiter an (73:85, 35 Spielminute).
Erst in den letzten Minuten der Partie gelang es den Gladiatoren, noch einmal den defensiven Druck zu erhöhen und offensiv im Eins-gegen-Eins zu punkten. So schaffte man es, sich in den Schlussminuten des Spitzenspiels zurückzukämpfen und mit zwei getroffenen Dreiern durch Behnam Yakhchali und Jordan Roland stellte man knapp eine Minute vor Spielende auf 86:87. Nach einem Crailsheimer Ballverlust blieb den Hausherren bei 19 Sekunden die Chance auf den Sieg, der letzte Wurf von Yakhchali fand sein Ziel jedoch nicht und so mussten sich die VET-CONCEPT Gladiators Trier nach großem Kampf letztlich mit 86:87 geschlagen geben.
Jacques Schneider, Headcoach der VET-CONCEPT Gladiators: "Erst mal Glückwunsch an Crailsheim, die heute die bessere Mannschaft waren und sicherlich verdient gewonnen haben. Wir haben es trotzdem geschafft, uns in die Situation zu bringen, das Spiel mit dem letzten Wurf zu entscheiden und da ziehe ich meinen Hut vor meiner Mannschaft. Mit den angeschlagenen Spielern so einen Turnaround zu schaffen und im vierten Viertel Crailsheim bei 13 Punkten zu halten, hat Respekt verdient. Wir haben Probleme mit den Guards gehabt, Shahid hat 20 Punkte erzielt und vor allem die Züge in unsere Zone haben uns vor größere Probleme gestellt. Das Spiel ist eine gute Challenge gewesen und wir nehmen extrem viel mit für die nächsten Wochen."