Noch vor 100 Jahren besaßen die Menschen viel weniger. So zählte der Hausstand einer Familie in Deutschland nur in etwa 180 Dinge, die gehegt, gepflegt, geflickt, geliebt und geschätzt wurden. Heute sind die Produktionsbedingungen und Konsumverhältnisse anders: Rund 10.000 Gegenstände kommen aktuell in einem durchschnittlichen Haushalt zusammen und vieles ist mit zunehmender Mobilität und Lebensgeschwindigkeit in mehrfacher Ausführung vorhanden. Doch was davon ist in Zeiten von Ressourcenknappheit und Wachstumsskeptizismus wirklich wichtig?
Vom 07.07. bis 27.10. geht das Stadtmuseum Simeonstift in der Sonderausstellung "Ausrangiert – Vergessene Alltagsgegenstände und ihre Geschichten" dieser und weiteren Fragen auf den Grund. Besucher:innen finden zahlreiche ausrangierte Haushaltsgegenstände, Arbeitsutensilien, Wohnaccessoires, Technik und Kuriositäten, die nicht nur nostalgische Erinnerungen an die Kinder- und Jugendtage wecken. Vielmehr spiegelt "Ausrangiert" einen Wandel der Lebensweise wider, die durch technische Innovationen, gesellschaftliche Umbrüche, wandelnde Rollenvorstellungen, aber auch Trends beeinflusst wurde.
Neben der Sonderausstellung und den entsprechenden (Themen-)Führungen bietet das Stadtmuseum Simeonstift ein umfassendes Programm mit Veranstaltungen wie dem Ausrangiert-Flohmarkt im Brunnenhof (20.07.), dem Oma/Opa-Tag in der Sonderausstellung (13.10.) oder dem Re:Pair-Café zu Gast im Stadtmuseum (28.09.).
Zudem gibt es zahlreiche Kreativkurse für Erwachsene, Jugendliche und Kinder sowie Familienangebote und Angebote für Kitas, Schulen und Horte. Weitere Informationen und Anmeldungen unter museumspaedagogik(at)trier(.)de.
Einen Überblick über die Sonderausstellung gibt's auf museum-trier.de.