Wenn die Stadt und das Theater Trier zu den Theatertagen Rheinland-Pfalz laden, treten die Ensembles aus den Häusern des Bundeslandes erstmals ihre Reise in die Römerstadt an.
Zur Eröffnung der Theatertage am 09.03. wird traditionell der Else-Lasker-Schüler-Dramatikpreis aus der Hand von Ministerpräsidentin Malu Dreyer verliehen. Bisherige Preisträgerinnen sind unter anderem Elfriede Jelinek, Peter Handke und Rainald Goetz, die zu den weltweit bedeutendsten Dramatikern zählen. Die Auszeichnung unterstreicht somit die besondere Bedeutung dieses Kulturevents.
Als erstes Werk wird die zeitgenössische Oper "Brokeback Mountain" am Theater Trier bereits ab dem 02.03. aufgeführt. Der gleichnamige Film von US-Regisseur Ang Lee brach 2005 Verkaufsrekorde und Tabus zur Homosexualität. Auf dem abwechslungsreichen Programm der Theatertage stehen gleich mehrere Literatur- und Filmadaptionen, die gesellschaftspolitische Themen behandeln, verknüpft mit Spaß und Freude.
So kommen zum Beispiel am 11.03. "Hannah und ihre Schwestern" nach dem gleichnamigen Woody-Allen-Film sowie "Untröstliche Schatten" nach dem Roman "Dreihundert Brücken" von Bernardo Cavalho am 12.03. zur Aufführung. Darüber hinaus gibt es weitere Klassenzimmerproduktionen für Jugendliche und Tanzproduktionen für Kinder, darunter "Die Blechtrommel" am 12.03. in der Tufa.
Das innovative Theaterprojekt "VRona" des Theaters Koblenz, das ab dem 13.03. im Studio des Theaters Trier zu sehen ist, wurde von William Shakespeares "Romeo und Julia" inspiriert. Durch den Einsatz einer Virtual-Reality-Brille wird das Publikum Teil der Inszenierung und kann aktiv Einfluss auf das Bühnengeschehen nehmen. Das interaktive VR-Erlebnis richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren.
Begleitet werden die Theatertage Rheinland-Pfalz von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Diskussionen, Workshops und Künstler:innengesprächen. Prof. Jürgen Hardeck, Staatssekretär im Kultusministerium des Landes, betont, dass die Veranstaltung nicht nur dem Austausch zwischen Theaterschaffenden und Publikum, sondern auch zwischen den Schauspieler:innen dient.
Dieser Austausch zwischen den Theatern spiegelt sich auch in einem Konzert für Chor und Orchester von Giuseppe Verdis "Requiem" am 14.03. wider, an dem alle vier teilnehmenden Theater in einer großen Koproduktion vereint sind. Außerdem werden zwei Doppeltanzabende mit je zwei Tanzkompanien präsentiert, von denen jedes Ensemble ein Stück erarbeitet.
Die Theatertage Rheinland-Pfalz enden mit der Koblenzer Inszenierung des Stephen-Sondheim-Musicals "Company" am 17.03. Weil die vierten rheinland-pfälzischen Theatertage 2026 in der Stadt am Deutschen Eck stattfinden, dient diese Abschlussvorstellung als "Staffelstabübergabe".
Tickets für alle Produktionen und weitere Infos gibt's auf theater-trier.de.