Kultur

Umkämpfter Heimsieg am Klinikum Mutterhaus Spieltag

VET-CONCEPT Gladiators Trier schlagen Frankfurt Skyliners mit 89:84

Erstellt am 19.01.2026

Bester Trierer Werfer war Marten Linßen mit 19 Punkten im ersten Spiel nach seiner Vertragsverlängerung. Nächstes Ligaspiel am 24.01. in Weißenfels.

Schon vor dem Anpfiff des 16. Spieltages der easyCredit BBL erhielten die 5.400 Zuschauer in der ausverkauften SWT Arena mit der zweijährigen Vertragsverlängerung von Marco Hollersbacher gute Neuigkeiten. Am Klinikum Mutterhaus Spieltag gegen die Frankfurt Skyliners schickte Triers Headcoach Jacques Schneider seine Starting Five aus Steven Ashworth, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen auf das Parkett. Die ersten Punkte der Partie besorgte Center LeDee für die Skyliners, bevor Urald King die ersten Trierer Zähler auf die Anzeigetafel brachte.

Beide Teams starteten mit viel Tempo in der Offensive und einer aggressiven Verteidigung am Ball. Die Gladiatoren starteten sehr effizient in die Partie und erspielten sich mit guter Ballbewegung freie Distanzwürfe. Die Frankfurter suchten zu Beginn immer wieder Center LeDee inside, der am Trierer Korb für jede Menge Gefahr sorgte. Dank einer besseren Dreierquote und etwas mehr defensivem Zugriff führten die Gastgeber zur Mitte der ersten zehn Minuten bereits mit 18:11 (5. Spielminute). Trotz einer Ganzefeld-Verteidigung der Skyliners kamen die Moselstädter immer wieder in ihre Systeme und fanden die Lücken in der Frankfurter Defense. Am Ende des dritten Viertels erspielten sich die Gladiatoren so eine 31:21 Führung.

Im zweiten Viertel bekamen die Gäste vom Main nochmals besseren Zugriff in der Defense und zwangen die Gladiatoren nun zu schweren Abschlüssen. Auch die Offensivrebounds, die Trier im ersten Viertel gleich mehrere zweite Chancen bescherten, landeten nun bei den Frankfurtern, die weiterhin vor allem über Center LeDee für Probleme in der Trierer Defense sorgten. Mit einem schweren aber getroffenen Dreier von Point Guard Swope, sowie einem einfachen Korbleger nach Trierer Ballverlust verkürzten die Skyliners auf 35:33 (14.) und zwangen Jacques Schneider zur Auszeit – die Partie war wieder offen.

Die Frankfurter blieben jetzt deutlich präsenter und fanden immer wieder gute Abschlüsse im Eins-gegen-Eins, aber auch auf Trierer Seite lief der Ball weiter flüssig durch die Reihen und Jordan Roland sorgte mit einem schön herausgespielten Dreier für die erneute 52:45-Führung (19.) der Gladiatoren. Die Skyliners blieben auch jetzt im Rennen und verkürzten mit guter Defense und schnellen Abschlüssen auf 52:49 zur Halbzeit – der mögliche Ausgleichstreffer von der Mittellinie, getroffen vom ehemaligen Gladiator Garai Zeeb, zählte aufgrund der abgelaufenen Spieluhr nicht mehr und mit einer knappen Führung der Gastgeber ging es für die Kontrahenten in die Kabinen.

Nach dem Wechsel zeigten sich beide Teams wieder sehr temporeich und aggressiv in der Defensive. Der Start in die zweite Halbzeit verlief ausgeglichen, beide Teams erspielten sich gute Würfe und spielten ihre Missmatches erfolgreich aus. Erst zur Mitte des dritten Spielabschnitts fanden die Gladiatoren wieder bessere Lösungen gegen die druckvolle Frankfurter Defense und sicherten sich am anderen Ende des Feldes selbst einige Ballgewinne. So kamen die Hausherren immer wieder in ihr schnelles Umschaltspiel und Jordan Roland sorgte per Korbleger für die nächste deutlichere Führung der Trierer – 65:56 (25.). 

Doch auch jetzt gelang es den Gladiatoren nicht sich vorentscheidend abzusetzen und erneut fanden die Skyliners mit einem eigenen Lauf die richtige Antwort. Die Partie wurde zunehmend physischer geführt und die Frankfurter spielten ihre Vorteile am Brett konsequent aus, sodass die Trierer Führung schnell wieder auf 65:63 (28.) schmolz. Bis zum Ende des vorletzten Viertels gestaltete sich das Spiel wieder offen und mit einem hauchdünnen Vorsprung der Gladiatoren von 72:71 ging es in den Schlussabschnitt.

Mit einem erfolgreichen Abschluss am Korb brachte Till Pape die Frankfurter zum Start in das entscheidende vierte Viertel mit 72:73 in Führung. Während die Gladiatoren nun offensiv etwas zu umständlich agierten und zu späten Abschlüssen gezwungen wurden kamen die Skyliners immer besser ins Spiel und Isaiah Swope brachte die Trierer schnell weiter in Rückstand – 72:77 (33.). 

Im nächsten Timeout brachte Cheftrainer Schneider sein Team wieder auf Kurs und die Gladiatoren reagierten nun deutlich cleverer auf die weiterhin sehr physische Defense der Skyliners. Steven Ashworth brachte die Moselstädter dann per Korbleger (76:77, 35.) wieder ins Spiel, bevor Urald King von der Freiwurflinie die erneute Führung besorgte (78:77).

Mit fortlaufender Spielzeit blieb die Partie ausgeglichen und beide Teams suchten vermehrt das Eins-gegen-Eins über ihre Ballhandler. Die Gladiatoren hatten nun guten defensiven Zugriff auf Frankfurts Topscorer LeDee, dafür übernahm Point Guard Isaiah Swope nun für das Team von Headcoach Klaus Perwas. Mit einer starken Penetration zum Brett stellte Swope auf 82:81 bei knapp zwei Minuten Restspielzeit und läutete damit die packende Crunchtime ein.

In dieser setzte Triers Playmaker Steven Ashworth das erste Ausrufezeichen und versenkte einen Mitteldistanzwurf nach starkem Dribbling. Im direkten Gegenangriff übernahm sein Positionskollege Swope die Verantwortung und glich die Partie mit einem getroffenen Dreier erneut aus (84:84, 39.).

Erneut brachte Ashworth die Gladiatoren mit einem erfolgreichen Mitteldistanzwurf in Führung, bevor Marten Linßen mit einem aufgenommen Offensivfoul in der Defensive für die Vorentscheidung sorgte – Ballbesitz Trier bei 34,4 Sekunden Restspielzeit. Der vermeintlich letzte Trierer Angriff sorgte dann für die endgültige Entscheidung, in dem Jordan Roland einen wilden Drei-Punkte-Wurf verwandelte und bei 13 Sekunden Restzeit auf 89:84 stellte.

Jacques Schneider, Headcoach der VET-CONCEPT Gladiators: "Es war ein hart umkämpftes Spiel mit dem besseren Ende für uns. Nach zwei Niederlagen hier gegen Frankfurt wollten wir das Narrativ heute drehen und von Anfang an aggressiv und gefährlich sein. Es war erneut ein Teamerfolg und auch Steven Ashworth hat in seinem zweiten Spiel für uns erneut eine starke Statline aufgelegt. Glückwunsch an meine Mannschaft zu dem heutigen Sieg." 

Für Trier spielten: Steven Ashworth (16 Punkte), Dexter Akanno (4), Clayton Guillozet (6), Behnam Yakhchali (6), Marco Hollersbacher (5), Marten Linßen (19), Jordan Roland (12), Urald King (6), Evans Rapieque (0), Nolan Adekunle (9), JJ Mann (DNP) und Maik Zirbes (6).

Beste Werfer Frankfurt Skyliners: Jaedon LeDee (24 Punkte), Isaiah Swope (18) und Till Pape (13).

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