Vom Alltagsstress abschalten und die Natur genießen – eine Wanderung bietet neben dem sportlichen Aspekt jede Menge weitere Vorteile. Körper und Geist kommen zur Ruhe, man kann durchatmen und tut gleichzeitig etwas für die eigene Fitness. Ob alleine, mit der Familie oder mit Freund:innen: Wem etwas kürzere Rundwanderwege eher zusagen als einzelne, längere Etappen, ist bei den "Seitensprüngen" des Moselsteigs bzw. den "Vulkaneifel-Pfaden" des Eifelsteigs genau richtig. Also: Proviant eingepackt, festes Schuhwerk angezogen und los geht's!
Moselsteig-Seitensprung "Longuicher Sauerbrunnen"
Die Strecke des Moselsteig-Seitensprungs „Longuicher Sauerbrunnen“ verläuft durch eine abwechslungsreiche, interessante Wein- und Kulturlandschaft und bietet jede Menge Höhepunkte – sei es die imposante römische Villa Urbana am Ortsrand von Longuich, herrliche Aussichten, ein Biotop mit einzigartiger Pflanzenvielfalt und seltenen Tieren oder alte Baumbestände. Natürlich darf der namensgebende Longuicher Sauerbrunnen nicht fehlen: Hierbei handelt es sich um eine Quelle, die aus den devonischen Schichten des Hochwaldes gespeist wird und deshalb ein stark eisenhaltiges, kohlensaures Mineralwasser bietet. Wer möchte, kann das Wasser probieren. Das kulturhistorisch wertvolle Ortsbild der Moselgemeinde Longuich bildet den perfekten Rahmen für diese Tour. Hinweis: Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Autobahn muss man sich im ersten Abschnitt des Weges ab der römischen Villa Urbana bis zum Einstieg in den Longuicher Wald je nach Windrichtung auf etwas Lärm einstellen.
Länge: 13,41 Kilometer
Dauer: ca. 3:30 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht
Start/Ziel: Mitfahrerparkplatz, Longuich
Eifelsteig-Vulkaneifel-Pfad "Gerolsteiner Felsenpfad"
Gleich zu Beginn steigt der erlebnisreiche Wanderweg hinauf auf eines der Wahrzeichen Gerolsteins: die Munterley. Von den Felsen – Überreste eines tropischen, vor ca. 380 Millionen Jahren die Eifel bedeckenden Meeres – hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Weiter führt der Weg entlang meterhoher Felswände durch einen Märchenwald und man gelangt zur 30 Meter langen Buchenlochhöhle. Im Anschluss trifft der Weg auf die Papenkaule: Hierbei handelt es sich um einen 20 Meter tiefen, kreisrunden Vulkankrater mit einer Breite von 80 Metern, wo sich aufgrund des porösen Kalksteins kein Kratersee bilden konnte, dafür jedoch ein Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen entstand.Dann führt der Rundweg vorbei an der Kasselburg mitsamt dem Adler- und Wolfspark, wo das größte Wolfsrudel Westeuropas beheimatet ist. Bevor es abschließend über die Hustley, einen beliebten Kletterfelsen, zurück ins Kylltal geht, passiert man noch den Juddekirchhof, eine Kultstätte aus gallo-römischer Zeit.
Länge: 8,6 Kilometer
Dauer: ca. 2:45 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel
Start/Ziel: Parkanlage an der Kyll (Kurpark), Gerolstein
Moselsteig-Seitensprung "Wasserliescher Panoramasteig"
Vom Marktplatz in Wasserliesch startend, geht es zunächst angenehm abwechselnd hinauf und hinab, bis man schließlich auf den Höhen zwischen Saar und Mosel ankommt. Während der Wanderung lässt sich eine Vielzahl an kulturellen und naturlandschaftlichen Highlights entdecken. Neben besonderen Felsformationen finden Orchideenliebhaber:innen im Naturschutzgebiet „Auf Perfeist“ von Anfang April bis Ende Juni eines der artenreichsten Orchideen-Vorkommen Deutschlands. Im Anschluss führt der Weg von der Höhe des „Alten Lagers“ hinab ins Landschaftsschutzgebiet Albachtal. Entlang der Strecke wechseln sich Panoramablicke in die Natur- und Kulturlandschaft mit Detailansichten ab. Nachdem man dem Bach auf einem malerischen Pfad gefolgt ist, gelangt man über den Aussichtspunkt an der oberen Römerstraße zurück zum Marktplatz, dem Ausgangspunkt. Beim Ort Wasserliesch verlässt die Mosel das deutsch-französische Schichtstufenland und tritt mit der Trierer Talmulde in das Rheinische Schiefergebirge ein. Dies kann man sehr gut an den zwischen Igel und Wasserliesch nahe an die Mosel heranrückenden Buntsandstein- und Muschelkalkschichten sowie an der scharfen Trennlinie der „Igeler Verwerfung“ erkennen.
Länge: 15,98 Kilometer
Dauer: ca. 5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel
Start/Ziel: Marktplatz, Wasserliesch
Eifelsteig-Vulkaneifel-Pfad "Manderscheider Burgenstieg"
Auf den Spuren des Mittelalters führt der Rundwanderweg Wanderbegeisterte rund um die Kleinstadt Manderscheid, die vor allem für ihre nur durch das Tal des Flusses Lieser voneinander getrennten Burgen bekannt ist. Nachdem man einige Straßen der Stadt erkundet hat, taucht der Weg auf teils alpin anmutenden Pfaden und Anstiegen in ruhige Wälder ein, bevor er hinab ins Lieser-Tal führt. Erneut geht es hinauf, dieses Mal zum Aussichtspunkt „Belvedere“ – hier hat man einen schönen Blick auf die imposanten Manderscheider Burgen und die jenseits des Liesertals gelegene Kleinstadt. Der Rundweg führt weiter bis zum Fuße der mittelalterlichen Ruinen der Niederburg, die aus nächster Nähe immer wieder aufs Neue gewaltig und beeindruckend erscheint. Abschließend geht der letzte Aufstieg hoch bis zum „Kaisertempelchen“ – zum Finale des Wanderwegs bietet sich erneut ein unvergleichliches Panorama auf die mittelalterlichen Burgruinen.
Länge: 5,4 Kilometer
Dauer: ca. 2 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel
Start/Ziel: Kurhaus, Manderscheid
Moselsteig-Seitensprung "König Johann Runde"
Wer immer schon mal blaublütigen Burgherren auf der Spur sein wollte, kann diesen Wanderweg wählen. Die „König Johann Runde“ verbindet die historische, im 14. Jahrhundert von König Johann dem Blinden, Graf von Luxemburg, erbaute Burganlage in Freudenburg mit abwechslungsreichen Landschaften, zahlreichen Ausblicken, imposanten Sandsteinfelsen und dem Naturschutzgebiet „Eiderberg“. Von der alten Stadtmauer im historischen Ortskern führt die abwechslungsreiche Strecke weiter durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit vielen Aussichtspunkten und Weitblicken bis in die Nachbarländer Luxemburg und Frankreich. Weitere Höhepunkte auf dem Weg sind die beeindruckende Burganlage, die auf einem mächtigen Sandsteinfelsen thront, sowie das Leukbachtal mit mehreren kleinen herabstürzenden „Wasserfällen“ und historischen Mühlen. Zudem ragen in der „Kollesleuker Schweiz“ Buntsandsteinfelsen in vielfältigen Formen und Farben steil hinauf. Naturfreund:innen können auf dem in 440 Metern Höhe gelegenen Naturschutzgebiet „Eiderberg“ seltene Orchideenarten erleben.
Länge:11,85 Kilometer
Dauer: ca. 4 Stunden
Schwierigkeitsgrad: schwer
Start/Ziel: alte Stadtmauer im Ortskern, Freudenburg
Eifelsteig-Vulkaneifel-Pfad "Klosterroute"
Mit diesem besonderen Wanderweg, der rund um das historische Eifel-Städtchen Monschau führt, kann man perfekt einen Tag in die Natur eintauchen: Hier erlebt man neben plätscherndem Wasser und bunten Blütenprachten auch grasende Kühe auf der Weide sowie lohnenswerte Ausblicke. Unterwegs begegnet man den imposanten Felsen Engelsley und Teufelsley, man erkundet das wildromantische Tal des Flusses Rur und wandert durch das Weideland um Kalterherberg oder das Perlenbachtal. Die artenreiche Pflanzen- und Tierwelt vor Ort gibt es so kein zweites Mal in Deutschland. Wer im Frühjahr auf der Klosterroute unterwegs ist, sollte sich unbedingt den Narzissenhang bei Reichenstein anschauen. Im Anschluss an die Tour lohnt es sich, in der Tuchmacherstadt Monschau mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern einzukehren und die Stadt bei einem Rundgang zu entdecken.
Länge: 22,3 Kilometer
Dauer: ca. 6:30 Stunden
Schwierigkeitsgrad: schwer
Start/Ziel: Markt, Monschau
Moselsteig-Seitensprung "Moseltalschanzen"
Der Moselsteig-Seitensprung „Moseltalschanzen“ verbindet die beiden Städte Traben-Trarbach und Bernkastel-Kues sowie vielfältige Natur- und Kulturhighlights miteinander. Hier kommen Wander:innen in den Genuss von traumhaften Ausblicken, naturnahen Wegen, Seitentäler der Mosel, der Jugendstilstadt Traben-Trarbach, der Fachwerkkulisse in Bernkastel-Kues sowie der namensgebenden „Graacher Schanzen“ – kurzum: Auf 17 Kilometern Länge erlebt man die ganze Vielfalt der Mosellandschaft. Los geht der Wanderweg mit dem tief in den Schiefer eingeschnittenen Kautenbachtal, auf dessen abwechslungsreichen Wegen man den anstrengenden Aufstieg auf die Höhe kurzweilig meistern kann. Die Wege auf der Höhe bieten derweil die Gelegenheit, um durchzuatmen: Rastmöglichkeiten für eine kurze Pause sind in großer Zahl vorhanden. Auf den Graacher Schanzen lässt sich ein Teil der Geschichte der Region erwandern, entlang der Hangkante erweisen sich die Aussichten ins Moseltal als spektakulär. Auf dem Rückweg bergab nach Traben-Trarbach zeigt sich die Vielfalt eines Mosel-Seitentals: Hier durchquert man sowohl Wald und Wiesen als auch Obstplantagen und natürlich Weinberge.
Länge: 16,23 Kilometer
Dauer: ca. 6 Stunden
Schwierigkeitsgrad: schwer
Start/Ziel: Parkplatz am Moselufer, Stadtteil Trarbach