Ganz schön kreativ, was das Team von Cadabra Games mit Unterstützung von Publisher QUByte Interactive hier abliefert. In Adore bekommen alle Fans von Pokémon und Co einen frischen Ansatz geliefert, wie die Monsterjagd auch funktionieren kann. Schauen wir mal rein.
Starker Auftakt
Die Geschichte von Adore regt mein Interesse nach den ersten paar Minuten. Da kämpfen zwei mächtige Biester gegeneinander, ihres Zeichens Götter. Der eigentlich friedliche Gott namens Draknar verliert dabei und überlässt unfreiwillig dem zerstörerischen Gott das Feld. Doch ganz vernichtet ist Draknar noch nicht. Der letzte Funke seiner Existenz setzt sich in einem kleinen Jungen names Lukha fest. Und genau dort beginnt euer Abenteuer.
In Adore geht es ganz klassisch um Rache und den Aufstieg vom Nobody zum mächtigen Krieger. Das soll euch mit der göttlichen Hilfe von Draknar gelingen. Denn dank seiner Unterstützung kann Lukha andere Monster für sein Vorhaben gewinnen. Wie das geht, erkläre ich euch gleich. Zunächst einmal muss sich Lukha in einem kleinen Dorf zurechtfinden. Dort hat Meena das Sagen und ist damit euer Chef im Spiel. Außerdem führen Portale aus dem Dorf in die entlegenen Winkel des Fantasy-Reichs. Seht das Dorf also als eine Art Hauptquartier an.
Rein ins Glück
Nach ein paar recht belanglosen Dialogen geht es in Adore endlich ans Eingemachte. Meena schickt euch auf die erste Mission. Sobald ihr durch das Portal in der Mitte des Dorfes schreitet, landet ihr in zufällig zusammengewürfelten Levelabschnitten. Die Areale sind nie sonderlich groß, dafür aber mit Monstern gefüllt. Sobald ihr einen Abschnitt gesäubert habt, dürft ihr die angrenzenden Gebiete. Das macht ihr so lange bis ihr alle Abschnitte erledigt habt oder ein bestimmtes Ziel erreicht wurde. Anschließend geht es zurück ins Dorf.
Aber wie kämpft ihr? Nun ja, nicht direkt. Ihr lasst kämpfen. Dafür fangt ihr Monster ein. Um ein Monster zu verzaubern, braucht ihr einen Kristall – von denen ihr bis zu drei Stück gleichzeitig haben könnt. Je stärker das Monster ist, desto mehr Kristalle braucht ihr. Außerdem müsst ihr einen Strahl per Knopfdruck auf das Monster anfeuern und euch so lange mit ihm verbinden, bis eine Anzeige gefüllt ist. Werdet ihr vorher getroffen, geht das Ganze wieder von vorne los. Habt ihr es geschafft, landet das Monster in eurem Arsenal.
Vier gewinnt
Bis zu vier Wesen dürft ihr immer bei euch tragen. Um ein Monster einzusetzen, müsst ihr einfach eine von vier möglichen Tasten drücken. Dann taucht euer Gefährt kurz auf, schlägt zu und verschwindet wieder. Allerdings verbraucht jede Beschwörung einen Teil eurer Ausdauer. Also Angriffe zu spammen, geht nicht.
Bei den knapp 40 Monstern, die es zu sammeln gibt, solltet ihr auf deren Kombination achtgeben. Denn nicht jedes Monster ist gegen bestimmte Gegner gleich wirksam. So hat jeder Charakter seine Stärken und Schwächen. Aber das findet ihr bei Adore sehr schnell selbst heraus. Doch was passiert, wenn ein Monster von euch KO geschlagen wird? Erstmal nichts. Ein Monster kann auf Null Lebenspunkte sinken, aber dennoch weiterkämpfen. Der Haken an der Sache: Jeder weitere Treffer zwackt euch Lebenspunkte ab. Und sobald die auf Null sind, heißt es Game Over.
Auch für Einsteiger
Aber keine Sorge: Adore hat seinen Schwierigkeitsgrad recht niedrig angesetzt. Wenn ihr nicht zu gierig seid, könnt ihr jeden Level mit etwas Geschick gut überstehen. Nur solltet ihr eure Monster regelmäßig austauschen, da sie sonst irgendwann verflucht sind, wenn sie mal Null Lebenspunkte hatten. Sobald sie dann eine Mission lang daheim im Gehege waren, sind sie wieder munter.
Um Adore mehr Tiefe zu verleihen, dürft ihr bestimmte Synergien eingehen und Relikte erwerben. Die Synergien lassen sich bei Meena einstellen. Wenn ihr die entsprechenden Materialien habt, könnt ihr Monster effektiver machen, wenn andere bestimmte Monster mit im Team sind. So sind mächtige Kombinationen möglich, die sich nach eurem Spielstil ausrichten. Probiert ruhig ein paar Kombis aus – es lohnt sich.
Die Relikte sind so etwas wie passive Boni, die ihr bekommen könnt. Dazu zählen mehr Lebenspunkte oder Ausdauer, aber auch schnellere Regeneration oder kleine Spezialfähigkeiten. Alles nichts Neues, aber dennoch nett.
Einfach niedlich
Grafisch macht Adore übrigens auch einen sehr hübschen Eindruck. Ich stehe einfach auf diesen Anime-Look, der ziemlich knuffig aussieht. Selbst der Oberbösewicht ist noch recht familienfreundlich dargestellt und würde sich prima als Kuscheltier im Zimmer meiner Jungs machen. Kurz gesagt: Adore sieht niedlich und keineswegs bedrohlich aus. Es passt daher gut in die Kategorie von Pokémon und Co.
Fazit
Monsterjagd samt Kämpfe in Echtzeit? Adore zeigt, wie es geht. Auch wenn wir hier bei Weitem nicht die Anzahl an Kreaturen haben wie bei Pokémon oder Digimon, so reichen mir die rund 40 Typen. Das Kampfsystem ist einfach, aber motivierend. Nur bei den einzelnen Levels hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht. Aber insgesamt hat mich Adore gut unterhalten und für ein paar angenehme Abendstunden gesorgt. Wer Pokémon mal aus einer anderen Perspektive erleben möchte, der sollte sich unbedingt Adore anschauen.
Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: cadabragames.com