Brocken aus dem All
Die Story von After Wave: Downfall können wir getrost vorspulen. Ein dicker Komet bzw. mehrere Kometen sind auf die Erde zugerast und verstrahlen nun alles. Das Ergebnis: Böse Viecher überall, wo das Auge hinblickt. Ihr müsst nun mit einem Kampfschiff gegen eben jene Viecher kämpfen. Nur eins ist mir nicht klar: Warum spielt sich das Ganze auf dem Wasser bzw. auf Flüssen ab? Klar, die Kometen haben eine große Flut hinterlassen. Aber wirklich alles können sie doch nicht geflutet haben, oder? Ein Glück, dass wir nicht außerhalb des Wassers unterwegs sind, denn sonst wäre unsere Heldentruppe aufgeschmissen.
Jedenfalls müsst ihr in After Wave: Downfall sehr viel Ballern. Ihr sucht euch euer Schiff aus und los geht’s. Anfangs stehen euch nur drei, später insgesamt sechs unterschiedliche Schiffe zur Auswahl. Dabei spielt sich jedes dieser Kampfuntersätze komplett unterschiedlich im Vergleich zu den anderen, was sehr angenehm ist. Manche setzten auf schnelle Schüsse, andere auf dicke Bomben und wiederum andere setzten auf ihre elektrisierende Wirkung
Viele bunte Kugeln
Spielerisch geht bei After Wave: Downfall die Post ab. Schon von Anfang an werdet ihr mit gegnerischen Horden überflutet. Ihr startet am unteren Bildschirmrand, während von oben bzw. von vorne Hindernisse und Feinde auf euch zukommen. Es heißt schießen, ausweichen und weiter schießen. Jedes Schiff hat zu seinem normalen Schuss noch zwei Spezialangriffe. Das kann ein dickerer Schuss sein, eine Bombe oder mal ein durchdringender Laser. Dafür benötigt ihr aller-dings Zusatzenergie, die ihr durch getötete Feinde erhalten könnt. Hinzu kommt noch eine mächtige Spezialfähigkeit, die meist für Ruhe auf dem Bildschirm sogt. Leider könnt ihr diese Fähigkeit meist nur ein- oder zweimal pro Mission einsetzen.
Die Missionen selbst laufen alle nach dem gleichen Muster ab: Feinde besiegen, Zwischenboss platt machen und am Ende den dicken Boss zerballern. Das macht für eine Weile auch Spaß, wiederholt sich aber sehr schnell. Eben wie in einer Arcade-Halle von damals. Apropos damals: Die Grafik ist bestenfalls aus der PS1-Ära. Das macht innerhalb der Missionen zwar nichts aus, doch wenn die Bosse vorgestellt werden, seht ihr, aus wie wenigen Polygonen diese bestehen. Ich sag nur: Hauptsache bunt!
Was weiterhin den Arcade-Gedanken unterstreicht: After Wave: Downfall ist wie gemacht für kooperatives Zocken. Gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundin an eurer Seite macht das Spielchen gleich noch eine Schippe mehr Spaß. Zusätzlich motiviert der leichte Fortschritt. Denn nach jeder Mission gibt es Erfahrungspunkte. Diese dürft ihr entweder für die Freischaltung neuer Charaktere investieren oder für die Verbesserung der bisherigen Fähigkeiten. So werdet ihr auf Dauer immer mächtiger. Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.
Fazit
After Wave: Downfall ist ein netter kleiner Happen für Zwischendurch. Mehr als eine Stunde am Stück kann ich allerdings nicht empfehlen, weil es sonst anstrengend werden könnte. Schnelle Finger solltet ihr haben, um all den Kugeln und Hindernissen auszuweichen. Schnappt euch am besten einen Partner, um das Spiel gemeinsam zu erleben. Wenn ihr dann noch über die nicht mehr zeitgemäße Grafik hinwegschauen könnt, habt ihr hier ein nettes Nostalgie-Arcade-Gefühl fürs Wohnzimmer.
Erhältlich für: PC, Xbox, PS, Switch